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28. Oktober 2015, 15:08
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US-Notenbank steht vor nächster Zinsentscheidung

Wird die Federal Reserve die Leitzinsen erhöhen? Sieben Jahre nach der Senkung auf praktisch Null zögert die US-Notenbank weiter.

Janet-Yellen Federal-Reserve in US-Notenbank steht vor nächster Zinsentscheidung

Janet Yellen ist seit Anfang 2014 Chefin der US-Notenbank Federal Reserve.

Der Offenmarkt-Ausschuss der US-Notenbank Federal Reserve will heute bei seiner Oktober-Sitzung über die Zinspolitik in den USA entscheiden.

Prognose: Leitzinsen bleiben niedrig

Eine Anhebung der Leitzinsen wird derzeit von Experten nicht erwartet. Seit 2008 befindet sich der US-Leitzins auf einem Niveau nahe Null.

Die Federal Reserve ist uneins über ihre Haltung. Zentralbank- Präsidentin Janet Yellen hat für Mittwoch keine Pressekonferenz angekündigt. Dies wird als zusätzliches Zeichen dafür gewertet, dass keine allzu großen Veränderungen zu erwarten sind.

Fed gibt sich zurückhaltend

In den vergangenen Wochen hatten sich mit Lael Brainard und Daniel Tarullo zwei führende Köpfe der Fed zurückhaltend geäußert – ungewöhnlich für das Führungsgremium der Zentralbank. In Washington wurde das als Zeichen der Zerstrittenheit gedeutet.

Die Konjunkturdaten aus den Schwellenländern und aus den USA selbst seien nicht ausreichend, um eine Umkehr der September-Entscheidung zu rechtfertigen, glauben einige Experten wie der US-Ökonom Gerald O’Driscoll. Andere sehen dagegen eine Zinserhöhung in den USA als überfällig an. Mit einer wankelmütigen Haltung würden die Märkte nur zusätzlich verunsichert.

Schon bei ihrer jüngsten Sitzung im September hatte die Fed den Zins auf dem historischen Tief belassen. Die Dezember-Sitzung des Offenmarkt-Ausschusses wäre dann die letzte Chance, noch in diesem Jahr einen Schritt hin zu einer Normalisierung des Zinsniveaus zu gehen.

Die Gründe für die Zurückhaltung der Fed sind vielfältig. Die Inflation in den USA bleibt hinter der Zielsetzung von zwei Prozent zurück. Viele weitere Konjunkturindikatoren wie etwa der Arbeitsmarkt oder die Bauindustrie sind zwar nicht alarmierend, geben aber auch keinen Anlass für Euphorie.

Ökonomen befürchten zudem, dass bei einem Nachlassen der von der Zentralbank betriebenen Geldschwemme der Konjunkturmotor schnell ins Stottern kommen könnte. Ein Zinsschritt würde ferner Exporte verteuern und viele Schwellenländer, darunter mit China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, treffen. US-Ökonomen befürchten Bumerang-Effekte. (dpa-AFX/st)

Foto: Foto: Shawn Thew/Archiv

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