29. Januar 2016, 15:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DVFA-Umfrage: Geldpolitik der EZB schießt über das Ziel hinaus

Die jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten beruhigten sich nach der Erklärung von EZB-Präsident Mario Draghi, nach der die EZB weiterhin auf eine expansive Geldpolitik setzen wolle. Allerdings gehen 85 Prozent der deutschen Investment Professionals davon aus, dass diese Entwicklung nur ein Strohfeuer darstellt.

Draghi in DVFA-Umfrage: Geldpolitik der EZB schießt über das Ziel hinaus

Geldpolitische Maßnahmen Mario Draghis sind für die Mehrheit der Investment Professionals unverhältnismäßig

Von einer nachhaltigen Wende gehen nur 15 Prozent der Experten aus. “Die Mehrheit der Investment Professionals scheint aktuell nicht daran zu glauben, dass weitere geldpolitische Lockerungen, und deren Ankündigung, die Märkte nachhaltig stabilisieren können”, erläutert Ralf Frank, Generalsekretär der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. (DVFA).

Reaktion der EZB auf die Märkte zu stark

Fast zwei Drittel der Befragten (63,3 Prozent) sind der Meinung, dass die EZB zu stark auf die Kapitalmärkte reagiert und halten ein solches Vorgehen nur im Falle von systematischen Risiken für angemessen. Rund jeder Fünfte (19,2 Prozent) ist sogar der Meinung, dass die Märkte ihre Funktion gänzlich einbüßen, wenn Zentralbanken direkt auf deren Entwicklung reagieren.

Dementgegen halten 13,3 Prozent der Investment Professionals eine solche Strategie prinzipiell für richtig, kritisieren im vorliegenden Fall aber die Schnelligkeit der Reaktion. Nur 4,2 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Zentralbanken – so wie aktuell die EZB – unbedingt und möglichst früh eingreifen sollten, um Risiken sofort einzudämmen.

“Im Rahmen der nächsten EZB-Sitzung im März erwarten viele Marktteilnehmer nun den Beschluss weiterer Maßnahmen, und es besteht zugleich die Frage, ob die Erwartungen der Märkte ausreichend erfüllt werden können”, so Frank. (fm)

Foto: shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Stuttgarter: Digitalisierung schreitet voran

Die Stuttgarter bietet ihren Geschäftspartnern ab sofort einen vollständig elektronischen Antragsprozess: den eAntrag mit eSignatur. Vermittler sollen damit Anträge schnell und komfortabel unterschreiben und einreichen können.

mehr ...

Immobilien

BGH: Bausparkassen dürfen gut verzinste Altverträge kündigen

Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe.

mehr ...

Investmentfonds

Pross: “Ergebnis der Fondsbranche ist mehr als respektabel”

Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen ist in 2016 gestiegen. Das Neugeschäft konnte indes nicht überzeugen, wie die aktuellen Zahlen des Fondsverbandes BVI insbesondere für den Retail-Markt belegen.

mehr ...

Berater

Schenkungssteuer: Vorsicht bei Vermögenstransfers

Verheiratete Führungskräfte müssen aufpassen. Vermögenstransfers können unerwartet Schenkungsteuer auslösen. Die aktuelle Rechtsprechung erhöht den Handlungsdruck. Welche Steuerfallen drohen und wie sie sich umgehen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG aus Leipzig hat das etwa 47.000 Quadratmeter große Multi-Tenant-Objekt „Union Center“ im Zentrum Saarbrückens erworben – schon die vierte Transaktion innerhalb von nur drei Wochen.

mehr ...

Recht

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...