10. März 2016, 13:51

IfW revidiert Konjunkturprognose wegen schwächerer Exporte

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland etwas zurückgenommen, bleibt aber dennoch optimistisch für das Wirtschaftswachstum.

IfW revidiert Konjunkturprognose wegen schwächerer Exporte

Die Korrektur erfolgt vor allem wegen eines Exportrückgangs im Winter aufgrund der Schwäche in Abnehmerländern.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll im laufenden Jahr um 2,0 Prozent statt wie bislang erwartet um 2,2 Prozent zulegen, wie das IfW am Donnerstag in Kiel mitteilte. Für 2017 reduzierte das Institut die Zuwachsrate von 2,3 auf 2,2 Prozent.

Ein Grund für die Korrekturen sei vor allem ein Exportrückgang im Winter aufgrund der Schwäche in Abnehmerländern. «Dennoch wird die konjunkturelle Dynamik in Deutschland hoch bleiben», hielten die Konjunkturforscher fest.

IfW: Deutsche Konjunktur ist robust

Das schwierigere außenwirtschaftliche Umfeld sei geprägt durch die Schwäche Chinas, den Einbruch der Ölpreise, den Streit zwischen den EU-Partnern in der Flüchtlingskrise und von Sorgen um die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft.

Die deutsche Konjunktur zeige sich in diesem Umfeld robust, resümierten die IfW-Ökonomen. Der private Konsum werde im gesamten Prognosezeitraum angesichts steigender Einkommen so stark zulegen wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Andere Prognosen von Bundesregierung, EU-Kommission, IWF, OECD oder weiteren Forschungsinstituten legen für 2016 überwiegend 1,7 oder 1,8 Prozent Wachstum zugrunde. Mit 1,3 Prozent erwartet das Hamburger HWWI den niedrigsten BIP-Zuwachs.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shuttertstock


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Märkte


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ab dem 16. Juni im Handel.

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Brexit: Blau direkt rechnet mit großen Folgen bei angelsächsischen Versicherern

Der Brexit wird auch für die Versicherungswirtschaft weitreichende Konsequenzen haben. Nicht nur, dass zahlreiche Versicherer wie Standard Life oder Clerical Medical in Frage gestellt sind, auch zahlreiche deutsche Fondspolicenanbieter haben Ihr Fondsmanagement teils über London durchführen lassen, so der Lübecker Maklerpool Blau direkt. 

mehr ...

Immobilien

Deutlich mehr Bauaufträge als im Vorjahr

Der Boom auf dem Bau hält dank extrem niedriger Zinsen an. Im April verzeichnete das Bauhauptgewerbe in Deutschland preisbereinigt 18,2 Prozent mehr neue Aufträge als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche AM: EU verliert marktfreundlichstes großes Mitglied

Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset Management, sieht lange Liste potenzieller Auswirkungen durch den Brexit.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank dünnt Filialnetz aus und streicht 3.000 Stellen

Weniger Standorte, trotzdem mehr Beratung – so verkauft die Deutsche Bank die Einschnitte in ihrem Filialnetz. Nach langen Verhandlungen stehen erste Zahlen fest. Das Management hält den Sparkurs für alternativlos.

mehr ...

Sachwertanlagen

Praxistag Digitalisierung: Information und Austausch

Talonec Business Solutions und Xpecto laden zum Praxistag Digitalisierung am 6. Juli nach München ein. Vom wissenschaftlichen Ansatz bis zur digitalen Zeichnung sollen Möglichkeiten und Auswirkungen der Digitalisierung aufgezeigt und diskutiert werden.

mehr ...

Recht

BVG billigt EZB-Krisenkurs unter Auflagen

Mitten in der Eurokrise beruhigte die EZB mit einem weitreichenden Versprechen die Märkte. Nach jahrelangem Streit billigt Karlsruhe den riskanten Alleingang der Notenbank – aber nicht bedingungslos.

mehr ...