Anzeige
Anzeige
24. April 2013, 15:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

KAGB-Entwurf passiert Finanzausschuss

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat das AIFM-Umsetzungsgesetz verabschiedet. Wie ein Sprecher des Gremiums gegenüber Cash.Online erklärte, habe es bei zwei Vorschriften des KAGB-Entwurfs umfangreiche Änderungen gegeben.

Reichstag-berlin in KAGB-Entwurf passiert Finanzausschuss

Sie beträfen die Vorschriften der Paragrafen 18 und 19 des KAGB-Entwurfs, in denen es um die Ausgestaltung der Kapitalverwaltungsgesellschaften geht. Zu den Inhalten wollte er sich jedoch nicht äußern, sondern verwies auf die Beschlussempfehlung, die im Laufe der 18. Kalenderwoche veröffentlicht würde.

Die zweite und dritte Lesung des Gesetzes im Deutschen Bundestag sind für den 16. und 17. Mai 2013 angesetzt. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 7. Juni 2013 über den Gesetzesentwurf beraten.

Der Frankfurter BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. bewertet das neue Regelwerk insgesamt als „für offene und geschlossene Fonds gut“ gelungen. Nach der Abstimmung des Finanzausschusses über die Änderungsanträge der Koalitionsfraktion zum Entwurf der Bundesregierung über das KAGB erklärt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI: „Wir hatten in unserer Eingabe über 70 Änderungsvorschläge in die parlamentarische Beratung eingebracht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das KAGB wird wesentliche Forderungen der Branche berücksichtigen. Schon die Gesetzesstruktur erfüllt den Wunsch der Branche nach einheitlicher Regulierung aller Fonds. Das konsistente Regelwerk ermöglicht den BVI-Mitgliedern zukünftig auch die Auflegung geschlossener Produkte“, sagt Richter. “
Die ursprünglich vorgesehene Abschaffung des Spezialfonds konnten wir vollständig abwenden. Spezialfonds sind im Wertpapier- und Immobilienbereich weiterhin zulässig“, so der BVI-Hauptgeschäftsführer weiter.

Dass die offenen Immobilienfonds als indirekte Immobilienanlagen für Kleinanleger erhalten bleiben, sei ebenfalls ein zentrales Ziel des BVI gewesen, das Richter nun erreicht sieht. Vor allem die Beibehaltung der bisherigen Bewertungsgrundsätze, die tägliche Ausgabe und Rücknahme von Anteilen und die Abschaffung des Freibetrags für neue Fonds begrüßt der BVI-Chef . „Es ist auch gut, dass die Freibeträge für die 62 Milliarden Euro in den bestehenden Fonds bestehen bleiben. Bei diesen Fonds wäre es unserer Meinung nach und der einiger Verbraucherschützer besser gewesen, Freibeträge für neue Anteile zuzulassen“, sagt Richter, der die geplante Einführung des Pension-Poolings in Deutschland ebenfalls auf die Initiative des BVI zurückführt.

Andere Verbände, darunter der VGF, begrüßten die Beschlussfassung des Gesetzentwurfs ebenfalls. VGF-Chef Eric Romba bezeichnete sie als „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Inkrafttreten des AIFM-Umsetzungsgesetzes“. Inbesondere “bei den Übergangsbestimmungen gibt es nun mehr Klarheit und vor allem Rechtssicherheit für die Anbieter geschlossener Fonds“. (af)

Foto: Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...