Anzeige
Anzeige
15. April 2014, 16:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schäuble setzt offenbar auf Prangerwirkung

Die Bundesregierung plant eine weitergehende Regulierung des sogenannten “grauen Kapitalmarktes”. Dies berichtet die Tageszeitung Die Welt unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des Finanzministeriums.

Shutterstock 113084821 in Schäuble setzt offenbar auf Prangerwirkung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Befugnisse der Bafin gegenüber Anbietern bislang unregulierter Produkte deutlich erweitern.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reagiere damit unter anderem auf die Insolvenz des Windkraftunternehmens Prokon, so das Blatt. Rund 75.000 Anleger hatten etwa 1,4 Milliarden Euro in Genussrechte von Prokon investiert.

Die Finanzaufsicht Bafin soll laut Welt deutlich erweiterte Befugnisse gegenüber Anbietern bislang unregulierter Produkte erhalten. “Die Bafin wird befugt, auf ihrer Internetseite Aufsichtsmaßnahmen gegen Anbieter von Graumarktprodukten zu veröffentlichen und auf Anbieter hinzuweisen, die Auskunftsgesuchen der Bafin nicht oder nur unvollständig nachgekommen sind“, zitiert die Welt aus einem Schreiben des Finanzministeriums. Das Ministerium verspreche sich davon ausdrücklich eine “Prangerwirkung”, die es Investoren erlaube, sich über die Vorgeschichte eines Anbieters zu informieren.

Anwendungsbereich des VermAnlG erweitern

Zudem solle der Anwendungsbereich des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) so erweitert werden, dass Anbieter nicht mehr den Anlegerschutz umgehen können. “Die Vorgaben gelten künftig für möglichst alle denkbaren, bei wirtschaftlicher Betrachtung gleichwertigen Konstruktionen von Anlageprodukten“, heißt es laut Welt in dem Schreiben.

Außerdem sollen Wertpapierprospekte nach Angaben der Zeitung künftig nur noch für ein Jahr gültig sein. Will ein Anbieter weiteres Kapital einwerben, bedarf es demnach einer neuen Prospektprüfung durch die Bafin. Auch solle im Prospekt künftig das Fälligkeitsdatum früher eingegangener finanzieller Verpflichtungen stehen, zum Beispiel von Genussrechten, Genussscheinen und Nachrangdarlehen – so sollen sogenannte Schneeballsysteme verhindert werden. Geplant sei auch, dass bestimmte Anlageprodukte eine Mindestanlagezeit erhalten, so die Welt.

Vertriebsverbot als Ultima Ratio

Anbietern, die gegen die geplanten Maßnahmen verstoßen, drohe als Ultima Ratio ein Vertriebsverbot. In weniger gravierenden Fällen soll die Bafin nach Angaben der Welt ein Werbeverbot für den Direktvertrieb dieser Anlageprodukte erlassen dürfen. (kb)

Foto: Yiannis Kourtos/Shutterstock.com

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Universa erweitert Fondspolice

Die Universa hat ihre fondsgebundene Rürup-Rente weiter ausgebaut. Nach Angaben des Versicherers können Kunden in der Einzelfondsauswahl bis zu fünf Anlagefavoriten aus rund 50 Aktien-, Renten-, Misch-, Dach- und Geldmarktfonds wählen und diese jederzeit wieder ändern.

mehr ...

Immobilien

Beruhigung am chinesischen Immobilienmarkt

Obwohl die Immobilienpreise in den meisten chinesischen Städten weiter steigen, beruhigt sich der Markt im Vergleich zu den Vormonaten. Dies geht aus einer am Mittwoch in Peking veröffentlichten Erhebung der nationalen Statistikbehörde hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Aktientausch: BFH-Urteil zur Steuerfreiheit bei einem Barausgleich

Erhält ein Aktionär bei einem Aktientausch einen Barausgleich für vor dem 1. Januar 2009 erworbene ausländische Aktien, die länger als ein Jahr gehalten wurden, unterliegt dieser Barausgleich nicht der Einkommensteuer. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH).

mehr ...
18.01.2017

Donald sieht rot

Berater

Dirk Kreuter startet Vertriebsoffensive

Vertriebsexperte Dirk Kreuter gastiert in diesem Jahr in acht deutschen Städten und in Wien mit dem Event “Vertriebsoffensive”. Zu den Themen zählen unter anderem Kundenakquise, Einwandbehandlung und “Die Psychologie des Überzeugens”. Cash.-Online-Leser erhalten vergünstigte Karten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Recht

WIKR: Konsequenzen für die Darlehensvergabe der Assekuranz

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auch das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ist von der WIKR betroffen. In ihrer aktuellen Publikation stellt die Finanzaufsicht Bafin die Änderungen dar.

mehr ...