Anzeige
19. Mai 2014, 11:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BAI: KAGB-Novelle unzureichend

Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) hat sich für eine grundlegendere Anpassung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) ausgesprochen. Anlass ist die bevorstehende KAGB-Novelle durch das Finanzmarktanpassungsgesetz, die derzeit im Finanzausschuss behandelt wird.

Shutterstock 153108017 in BAI: KAGB-Novelle unzureichend

Die KAGB-Novelle ist derzeit auf der Tagesordnung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags.

“Der minimalinvasive Ansatz der Bundesregierung ist zwar nachvollziehbar, denn schließlich ist das Gesetz ja gerade einmal zehn Monate alt. Neben der Korrektur der Abgrenzung von offenen und geschlossenen Fonds zeichnen sich aber schon weitere konzeptionelle Schwächen im Gesetz ab, so dass viele alternative Investmentfonds eher in Luxemburg als in Deutschland aufgelegt werden”, erklärte Geschäftsführer Frank Dornseifer.

In Deutschland könnten beispielsweise geschlossene Fonds keine Teilfonds bilden, was aus Strukturierungs- und Kostengründen aber sinnvoll und effizient sei.

Kritik am deutschen Sonderweg

Daneben kritisiert der BAI auch unter Anlegerschutzaspekten überzogenen Regelungen in Bezug auf semiprofessionelle Anleger, die sinnvollerweise an den Vorgaben der europäischen Venture Capital Verordnung hätten ausgerichtet werden können. “Ein deutscher Sonderweg und pauschale Vertriebsverbote machen an dieser Stelle wenig Sinn, insbesondere wenn es hier kein ganzheitliches Anlegerschutzkonzept gibt, was man wirklich als Maßstab nehmen könnte”, so Dornseifer.

“Deutschland braucht endlich ein Konzept, in dem Investmentrecht, Steuerrecht und die Anlageverordnung für die Versicherungswirtschaft – die wichtigste institutionelle Anlegergruppe in Fonds – aufeinander abgestimmt sind”, fordert er. Das sei derzeit nicht der Fall und dieser Umstand stelle für viele deutsche Investoren ein Investitionshindernis dar. (kb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...