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8. Dezember 2015, 15:24
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Hamburger Fondsanbieter Fidentum insolvent

Die Fidentum GmbH hat am 4. Dezember einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Dies teilte das Unternehmen auf seiner Homepage mit.

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Fidentum hat seinen Unternehmenssitz in Hamburg.

Fidentum wurde im November 2009 in der Hansestadt gegründet und ist auf die Konzeption und den Vertrieb von Beteiligungs- und Investitionsangeboten für Privatanleger und institutionelle Investoren spezialisiert.

Zuletzt hatte das Unternehmen im November das Beteiligungsangebot Lombard Classic 3 geschlossen. Im Rahmen des Fonds arbeitete Fidentum mit Lombardium zusammen, einem Pfandhaus, das sich auf die Beleihung hochwertiger Güter wie zum Beispiel Uhren, Schmuck oder Kunstgegenstände spezialisiert hat.

Einziges Anlageobjekt war das Darlehen an Lombardium, das sukzessive entsprechend dem Platzierungsverlauf ausgezahlt werden sollte. Lombardium sollte laut Darlehensvertrag mindestens 85 Prozent der Darlehensmittel zur Refinanzierung von eigenen Pfandkrediten verwenden.

Der Lombard Classic 3 war nach drei ähnlich konzipierten Offerten sowie einem Solarfonds, dessen Platzierung durch den Verkauf des Projektes abgebrochen wurde, das fünfte Beteiligungsangebot von Fidentum.

Bafin untersagt Kreditgeschäft

Ebenfalls am 4. Dezember hat die Finanzaufsicht Bafin Lombardium aufgegeben, das Kreditgeschäft sofort einzustellen und die Darlehensverträge unverzüglich abzuwickeln. “Das in Hamburg ansässige Pfandleihhaus belieh Inhabergrundschuldbriefe und Inhaberaktien. Es betreibt hierdurch das Kreditgeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der Bafin”, teilte die Behörde auf ihrer Homepage mit. Der Bescheid ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig. (kb)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Interessant dürfte für die Netfonds-Vermittler nun sein, dass Netfonds Fidentum empfohlen und gepusht hat. Besonders mit Blick darauf, dass sich Fidentum an Netfonds beteiligt hat. Das dürfte die ca. 20 Mio. Platzierungsvolumen einem großen Interessenskonflikt aussetzen.

    Kommentar von Rainer Beer — 9. Dezember 2015 @ 10:05

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