23. November 2015, 12:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mit Schiffen wird viel Geld verdient – nur nicht in Deutschland

Die Schifffahrtsbranche in Deutschland ist mit der Vergangenheit beschäftigt. Andere hingegen nutzen die Chancen der Zukunft.

Der Löwer-Kommentar

Mit Schiffen wird viel Geld verdient – nur nicht in Deutschland

“Vergangene Verluste bedeuten nicht, dass künftig in einer Branche kein Geld zu verdienen ist.”

Die Chartermärkte für Containerschiffe und Massengutfrachter (Bulker) liegen weiterhin am Boden. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation nach einer kurzen Erholungsphase sogar nochmals dramatisch verschlechtert. Nur Tanker erzielen auskömmliche Raten.

Eine Besserung ist nicht in Sicht: Die Orderbücher sind weiterhin voll, immer neue Frachter drängen auf den Markt, China wächst langsamer. Die Banken denken in erster Linie an sich selbst, und die Pleitewelle bei Schiffsfonds wird weitergehen. Auch im siebten Jahr ist die Krise noch längst nicht ausgestanden.

Das war der eine, höchst unerfreuliche Teil der Erkenntnisse des Hansa Forums” der Zeitschrift “Hansa” in der vergangenen Woche in Hamburg. Der andere Teil: Mit Schiffen wird viel Geld verdient – außerhalb Deutschlands.

“Maritime Cluster” in New York und Oslo

So berichtete Kevin Kennedy von MC-Seamax Management aus den USA von einem sprunghaften Anstieg der Aktivitäten von Private-Equity-Fonds seit 2008. Sie haben seitdem nicht weniger als 25 Milliarden Dollar in der Schifffahrts-Branche investiert, bei angestrebten und vielfach wohl auch erzielten Renditen um die 15 Prozent jährlich.

Die Ocean Yield ASA aus Norwegen kommt mit dem Markt ebenfalls gut klar. Sie erwirtschaftet nach den von CEO Lars Solbakken vorgestellten Zahlen mit der Finanzierung von Schiffen und Reedereien stabile Überschüsse und eine kontinuierliche Dividendenrendite von zuletzt 7,7 Prozent pro Jahr.

Und Erik Helberg, Chef der Investment-Bank Clarksons Platou Securities, plauderte fröhlich über allerlei erfolgreiche maritime Börsengänge (IPOs) in Oslo und New York. In beiden Städten gebe es leistungsfähige “Maritime Cluster”, also die Ballung von Schifffahrtsunternehmen, Finanzierern, spezialisierten Dienstleistern und Research-Unternehmen, so Helberg.

 

Seite zwei: Die Lücke füllen andere

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Stuttgarter: Digitalisierung schreitet voran

Die Stuttgarter bietet ihren Geschäftspartnern ab sofort einen vollständig elektronischen Antragsprozess: den eAntrag mit eSignatur. Vermittler sollen damit Anträge schnell und komfortabel unterschreiben und einreichen können.

mehr ...

Immobilien

BGH: Bausparkassen dürfen gut verzinste Altverträge kündigen

Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe.

mehr ...

Investmentfonds

Pross: “Ergebnis der Fondsbranche ist mehr als respektabel”

Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen ist in 2016 gestiegen. Das Neugeschäft konnte indes nicht überzeugen, wie die aktuellen Zahlen des Fondsverbandes BVI insbesondere für den Retail-Markt belegen.

mehr ...

Berater

Schenkungssteuer: Vorsicht bei Vermögenstransfers

Verheiratete Führungskräfte müssen aufpassen. Vermögenstransfers können unerwartet Schenkungsteuer auslösen. Die aktuelle Rechtsprechung erhöht den Handlungsdruck. Welche Steuerfallen drohen und wie sie sich umgehen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG aus Leipzig hat das etwa 47.000 Quadratmeter große Multi-Tenant-Objekt „Union Center“ im Zentrum Saarbrückens erworben – schon die vierte Transaktion innerhalb von nur drei Wochen.

mehr ...

Recht

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...