Anzeige
Anzeige
20. Februar 2015, 10:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Private-Equity-Studie: Die Euphorie lässt nach

Die europäische Private-Equity-Branche blickt verhalten ins neue Jahr. Rechneten 2014 noch 82 Prozent der Marktteilnehmer mit einer steigenden Anzahl von Transaktionen, so sind es derzeit nur noch 62 Prozent. 18 Prozent glauben sogar, dass der Markt rückläufig sein wird, so das Ergebnis der neuen Studie “European Private Equity Outlook 2015” von Roland Berger Strategy Consultants.

Shutterstock 198562259 in Private-Equity-Studie: Die Euphorie lässt nach

Pharma und Healthcare bleiben die relevantesten Branchen.

“Der europäische Private-Equity-Markt wächst noch, doch die Euphorie des vergangenen Jahres hat sich etwas gelegt. Der Erfolg der Branche hängt vor allem von attraktiven Übernahmekandidaten ab. Doch auch die Volatilität der Märkte wirkt sich oft negativ auf die internationalen Übernahmen aus”, sagte Roland-Berger-Partner Gerd Sievers.

Energiesektor schwach

Mit Blick auf die relevantesten Branchen bleiben die Bereiche Pharma und Healthcare (49 Prozent), Konsumgüter und Handel (48 Prozent) sowie Technologie und Medien (46 Prozent) Spitzenreiter. Weniger Akquisitionen gibt es hingegen in der Automobilindustrie (zehn Prozent) und in der Chemiebranche (13 Prozent). Äußerst schwach zeigt sich auch der Energiesektor (22 Prozent).

Zurückhaltend zeigt sich die PE-Branche auch beim Transaktionsvolumen. So gehen 86 Prozent der Studienteilnehmer davon aus, dass die meisten Abschlüsse in einer Größenordnung von bis zu 250 Millionen Euro stattfinden werden. 61 Prozent glauben sogar, dass die meisten Transaktionen im laufenden Jahr nur einen Wert unter 100 Millionen Euro erreichen werden.

“Die starke Fokussierung auf kleinere Transaktionen liegt vor allem an der besseren Verfügbarkeit mittelständischer Unternehmen auf dem Markt. Hinzu kommt sicherlich die Volatilität der Märkte: In unsicheren Zeiten, in denen große geopolitische und konjunkturelle Unsicherheiten herrschen, sind Investoren eher vorsichtig”, erläuterte Roland-Berger-Partner Sascha Haghani.

Sinkende Renditen

Im laufenden Jahr wollen PE-Gesellschaften weiterhin in neue Firmen investieren (34 Prozent) und die bestehenden Portfoliounternehmen strategisch und operativ weiterentwickeln (31 Prozent). Nur ein Viertel der Befragten plant derzeit, Firmenbeteiligungen zu veräußern.

Die Hälfte der Studienteilnehmer befürchtet aber auch, dass der Wettbewerb um frisches Kapital größer wird. “Es gibt derzeit zwar sehr viel Liquidität im Markt, aber wegen der oft zu hohen Preisvorstellungen sinken die Renditen auf ein Niveau, das für PE-Investoren unattraktiv ist”, so Sievers. (kb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Mehr Pflegebedürftige in 2015 – zwei Millionen werden zu Hause gepflegt

Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete, waren Ende 2015 in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren 8,9 Prozent beziehungsweise 234.000 Menschen mehr als im Dezember 2013.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Beratung ist nicht alles

Wie viel ist Beratung in der Baufinanzierung wert? “Gute” Beratung wird zunehmend zum erwarteten Standard – wie stellt man sich darauf ein?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

mehr ...

Investmentfonds

Versorgeraktien stehen unter Strom

In den vergangenen Jahren wurden Versorger an der Börse massiv abgestraft. Dabei werden diese Firmen besonders von der Elektromobilität profitieren. Gastkommentar von Uwe Zimmer, z-invest Gmbh

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...