Anzeige
9. April 2015, 11:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Teichert: “Wir halten an dem Konzept fest”

Cash.Online sprach mit Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG, über das Ergebnis der Abstimmungen zur geplanten Schifffahrts AG.

Cash Teichert 055-Kopie1 in Teichert: Wir halten an dem Konzept fest

Dr. Torsten Teichert, Vorstandschef der Lloyd Fonds AG

Cash.Online: Nur eine von elf Kommanditgesellschaften hat dem Angebot, ihre Schiffe im Austausch gegen Aktien in die Lloyd Fonds AG einzubringen, mit der erforderlichen Mehrheit von 75 Prozent zugestimmt. Warum hat es in zehn KGen nicht für die erforderliche Mehrheit gereicht?

Teichert: Das Ergebnis hat einmal mehr gezeigt, wie schwer es ist, innerhalb einer KG die zur Beschlussfassung notwendige Mehrheit von 75 Prozent zu erreichen. Von den elf Gesellschaften, denen wir das Angebot gemacht haben, hat nur eine diese Hürde genommen. Dennoch haben insgesamt über die Hälfte aller Kommanditisten unserem Konzept der Schifffahrts AG zugestimmt. Die Gründe für das Ergebnis sind vielseitig. Letztendlich hat jede Gesellschaft ihre eigene Dynamik. Nur in solchen Gesellschaften, in denen alle Beteiligten – vom Beirat, über den Reeder bis hin zu den Vertriebspartnern – das Konzept uneingeschränkt befürworten, kann man letztendlich die erforderliche Mehrheit erreichen. Das ist eine hohe, aber nicht unüberwindbare Hürde. Das Timing spielte zudem auch eine Rolle. Die positive Entwicklung an den Tankermärkten hat dazu geführt, dass wir bei den Tankergesellschaften eine deutlich niedrigere Zustimmungsquote erreicht haben als bei den Containerschiffen, weil die Anleger vieler Schiffe davon ausgehen, dass ein schneller Direktverkauf gegen Cash die bessere Alternative sein könnte.

Im Februar haben Sie erklärt, dass es die anderen Gesellschaften nicht berührt, wenn die Anleger eines Fonds nicht zustimmen. Gilt dies auch jetzt noch, nachdem nur eine KG Ihren Plänen zugestimmt hat?

Das Angebot stand unter verschiedenen Vorbehalten. Einer davon ist, dass wir zur Einbringung in die AG eine ausreichend diversifizierte Flotte brauchen. Vor dem Hintergrund, dass nur eine Gesellschaft das Angebot angenommen hat, ist diese Bedingung im ersten Schritt nicht erfüllt worden, weshalb die Durchführung der Transaktion derzeit noch offen ist. Das heißt also: Vorerst bleibt für die Anleger aller elf Gesellschaften alles beim Alten.

Sie wollen das Geschäftsmodell der Schifffahrts AG jetzt überarbeiten. Können Sie schon sagen, was Sie konkret ändern werden?

Fest steht: Wir halten an dem Konzept der Schifffahrts AG fest, denn ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sich das Modell auch in Deutschland durchsetzen wird. Die positive Reaktion des Kapitalmarktes auf unser Konzept hat ja sehr deutlich gezeigt, welches Potenzial in einem gelisteten Schifffahrtsunternehmen gesehen wird. Unsere Aufgabe ist es jetzt, das Geschäftsmodell noch klarer zu erläutern und vor allem die Chancen, die darin liegen, herauszuarbeiten. Dabei werden wir uns zunächst auf Containerschiffe konzentrieren.

Wie wirkt sich das Abstimmungsergebnis auf Ihre Pläne aus, auch Schiffe anderer Initiatoren und Reedereien in die Schifffahrts AG aufzunehmen?

Zunächst kommt es jetzt darauf an, ein funktionsfähiges Startportfolio von Schiffen für die Schifffahrt AG zusammen zubekommen. Danach kommen die Schritte zwei und drei. Wie immer, ist der erste Schritt der schwerste. Aber es bleibt dabei, dass die Einbringung von Schiffen gegen Aktien nicht auf Fonds-Schiffe aus unserem Haus beschränkt sein soll.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: Anna Mutter

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Rating: Die wirtschaftlich solidesten Krankenversicherer

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die Ergebnisse seines diesjährigen Folgeratings “KV Unternehmensqualität 2016” veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Kennzahlen zusammengefasst und die Marktteilnehmer verglichen.

mehr ...

Immobilien

Tüv-Süd-Mitarbeiter sollen intern S&K-Prüfung kritisiert haben

Im Ermittlungskomplex um millionenschwere Anlagebetrügereien beim Frankfurter Immobilienunternehmen S&K sind neue Vorwürfe gegen die Prüfgesellschaft Tüv Süd bekannt geworden.

mehr ...

Investmentfonds

“Falken im Rat der EZB auf dem Vormarsch”

Die EZB hat auf ihrer heutigen Ratssitzung beschlossen, den Leitzins bei null Prozent zu belassen und das Anleihekaufprogramm bis Ende Dezember 2017 zu verlängern. So urteilt die Branche über die überraschende Ankündigung

mehr ...

Berater

Künstliche Intelligenz wird zur Schlüsseltechnologie

Künstliche Intelligenz wird bereits in drei bis fünf Jahren eigenständig zentrale Aufgaben von Finanzdienstleistern übernehmen und dabei wiederkehrende Prozesse automatisieren, Handlungsempfehlungen liefern und komplexe Analysen erstellen. Das zeigen aktuelle Marktanalysen der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Chef von Hamburg Süd: Verkauf war “nicht zwingend notwendig”

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den dänischen Maersk-Konzern ist nach Angaben des Reederei-Chefs Ottmar Gast “nicht zwingend notwendig gewesen”.

mehr ...

Recht

Erstes Urteil im S&K-Prozess

Das Landgericht Frankfurt hat den Hamburger Unternehmer Hauke B. in Zusammenhang mit dem Skandal um das Frankfurter Immobilienunternehmen S&K zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

mehr ...