Anzeige
4. April 2016, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neu-Emissionen: Vermögensanlagen schlagen AIF

Auch im ersten Quartal 2016 sind mehr Prospekte gemäß Vermögensanlagengesetz auf den Markt gekommen als gemäß KAGB.

Der Löwer-Kommentar

Neu-Emissionen

“Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass sich außerhalb des KAGB dauerhaft ein durchaus relevanter Markt etabliert.”

Als das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Juli 2013 in Kraft trat, wurde viel diskutiert. In einem Punkt jedoch waren sich alle einig: Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) sind Geschichte, jedenfalls in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft (KG). Nicht wenige glaubten gar, das VermAnlG sei mit dem KAGB abgeschafft worden.

Weit gefehlt. Schon die ersten Prospekte nach dem Stichtag waren keine alternativen Investmentfonds (AIF), sondern Vermögensanlagen. Die größte Überraschung dabei: Es waren auch klassische KG-Beteiligungen darunter, die Prospekte sahen aus wie immer und sie bezogen sich keineswegs nur auf abseitige Angebote aus dem düstersten Teil des grauen Marktes.

Nur eine Übergangsphase?

Möglich machte das ein Schreiben der Finanzaufsicht Bafin zum Anwendungsbereich des KAGB im Juni 2013. Es ließ überraschend viele Ausnahmen von der gewaltigen Bürokratie des neuen Gesetzes zu, unter anderem für operative Beteiligungen, speziell aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.

Es handelt sich um eine Übergangsphase; sobald mehr AIF aufgelegt worden sind, werden die Vermögensanlagen-Prospekte zumindest aus dem ernsthaften Teil des Marktes wieder verschwinden, war die vorherrschende Auffassung.

Auch diese scheint sich indes als Fehleinschätzung zu entpuppen: Fast drei Jahre nach Inkrafttreten des KAGB sind neue Vermögensanlagen weiterhin sogar in der Überzahl gegenüber AIF. Das hat zum einen damit zu tun, dass die AIF-Branche trotz spürbarer Fortschritte noch immer nicht so recht aus dem Knick gekommen ist. Zum anderen ist die Aktivität außerhalb des voll regulierten Bereichs weiterhin beachtlich.

Seite zwei: Semi-regulierte Produkte vorn

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Umfrage: Deutsche unterschätzen Lebenserwartung der Mitmenschen

Deutsche unterschätzen die Lebenserwartung ihrer Mitmenschen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Gute Bedingungen für Anschlussfinanzierung

Die Inflationsrate in Deutschland steigt wieder. Noch ist die Baufzinanzierung günstig, da Mario Draghi den Leitzins unverändert belassen hat. Dr. Klein berichtet in seinem Zinskommentar über die Entwicklungen am Baufinanzierungsmarkt.

mehr ...

Investmentfonds

Hedgefonds-Sektor wird zuversichtlicher

Für die Hedgefonds-Branche war das Jahr 2016 aufgrund vieler politischer Großereignisse herausfordernd. Dennoch waren die Resulte überraschend positiv.

mehr ...

Berater

“Makler werden von hybridem Kundenverhalten profitieren”

Der Pegnitzer Maklerverbund VFM begleitet Ausschließlichkeitsvermittler in die Selbstständigkeit als Makler. Geschäftsführer Stefan Liebig berichtet, warum Makler unternehmerischer denken müssen als Ausschließlichkeitsvermittler und wieso sich der “Schritt in die Freiheit” lohnt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Recht

Brexit hat Folgen für britische Fondsbranche

Auf die britischen Investmenthäuser kommen möglicherweise unruhige Zeiten zu. Der Brexit könnte dazu führen, dass Großbritannien künftig den Status eines so genannten “Drittstaates” hat. Für die britische Fondsbranche hätte dieses Szenario Folgen.

mehr ...