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22. November 2005, 00:00
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Allianz: Riester-Rente im Aufwind

Seit Jahresbeginn hat die Allianz-Lebensversicherungs-AG mit 100.000 neuen Riester-Verträgen bereits sieben mal mehr Vertragsabschlüsse als im Vorjahreszeitraum vorzuweisen. Insgesamt verwaltet die Allianz Leben damit rund 700.000 Riester-Verträge.

Zu der Renaissance des Versicherungsmodells haben wohl auch die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen beigetragen.
Danach müssen Riester-Kunden die staatlichen Zulagen nur einmal und nicht länger jährlich aufs Neue beantragen. Wie das Unternehmen mitteilte, haben bereits 71 Prozent der Kunden einen Zulassungsantrag für das Jahr 2004 gestellt.
Der Gesetzgeber hat auch die Kapitalauszahlung kundenfreundlicher gestaltet. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, dass sich der Versicherungsnehmer bei Rentenbeginn 30 Prozent des angesparten Kapitals auf einen Schlag auszahlen zu lassen.

Insbesondere einkommensschwächere Haushalte scheinen sich für das Riester-Modell zu entscheiden, wenn es um ihre private Altersvorsorge geht. 57 Prozent der Allianz-Kunden mit Riester-Vertrag verfügen über ein Einkommen von unter 20.000 Euro. Demgegenüber liegt der Anteil der Riester-Versicherten mit einem Einkommen von über 40.000 Euro bei nur elf Prozent.
Obwohl ab dem Jahr 2006 bei dem Versicherungsmodell sogenannte Unisex-Tarife eingeführt werden, sind derzeit 55 Prozent der Riester-Kunden weiblich. Besonders ausgeprägt ist das Interesse an Riester-Produkten in Ostdeutschland: Hier wurden 38 Prozent der Neuverträge geschlossen.

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