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17. März 2005, 00:00
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Mummert: Assekuranz glaubt an Allfinanz

Die Assekuranzen zeigen sich trotz Alterseinkünftegesetz optimistisch. Rund 53 Prozent der Fach- und Führungskräfte haben in den vergangenen sechs Monaten eine spürbare Stimmungsverbesserung in der Branche registriert. Zu dieser Einschätzung kommt die Unternehmensberatung Mummert Consulting AG, Hamburg, in ihrer aktuellen Studie ?Insurance Trend?. Die besten Aussichten haben dabei Gesellschaften, die keine Lebensversicherungen anbieten. Dagegen geben sich die Führungskräfte von Lebens- und Krankenversicherungen eher zurückhaltend.

Priorität hat für die Assekuranzen derzeit die Kundenbindung: 60 Prozent der Befragten sehen darin in den kommenden Monaten eine der größten Herausforderungen und wollen daher die Investitionen in Vertrieb und Marketing erhöhen. Neukunden sollen dagegen erst in einem zweiten Schritt gewonnen werden. Deutliche Umsatzsteigerungen erwarten die Gesellschaften bei integrierten Angeboten von Bank- und Versicherungsleistungen, den so genannten Allfinanzprodukten. 64 Prozent der Versicherungsmanager glauben, dass dieses Geschäftsfeld künftig wichtiger wird.

Trotz der zunehmenden Bedeutung der Allfinanzprodukte gibt es Hürden bei der Verbreitung der integrierten Finanzdienstleistungen. So geben 59 Prozent der Versicherungsführungskräfte an, die Bündelung verschiedener Finanzdienstleistungen überfordere die Versicherungsberater.

Um diese Hürden zu überwinden setzen die deutschen Versicherungsunternehmen vor allem auf Cross-Selling. Nahezu jeder zweite Versicherer ist überzeugt, dass bereits gewonnene Neukunden eher für Allfinanzprodukte gewonnen werden können als ein potenzieller Neukunde. In jedem Fall hängt der Erfolg der Allfinanz maßgeblich von der Qualität der Beratung ab. 74 Prozent räumen daher einer Verbesserung der Beratung höchste Priorität auf dem Weg zu einem erfolgreichen Allfinanzgeschäft ein.

Veränderungen sieht die Umfrage daher auch bei der der Bedeutung der Vertriebskanäle. Immerhin zwei Drittel der Befragten erwarten, dass die Bedeutung unabhängiger Finanzberater und Broker als Vertriebspartner der Assekuranzen zunehmen wird. Dagegen wird die Bedeutung nebenberuflicher Vermittler und angestellter Außendienstmitarbeiter sinken. Ein deutlicher Trend zur Professionalisierung im Versicherungsvertrieb, lautet das Fazit von Mummert.

Die ?Insurance Trend?-Studie entstand im Herbst 2004 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen und dem Versicherungsmagazin. Dafür waren 337 Fach- und Führungskräfte der Branche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt worden.

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