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3. Februar 2005, 00:00
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Mummert: Riester auch 2005 kein Erfolg

Die Riester-Rente wird auch in diesem Jahr ein Ladenhüter bleiben. 88 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Assekuranzen glauben, dass selbst die vom Gesetzgeber beschlossenen Vereinfachungen wie der Dauerzulageantrag und die von zehn auf fünf Jahre verkürzte Provisionierung keinen Schwung in den schleppenden Absatz bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Mummert Consulting, Hamburg, der Fachzeitschrift ?Versicherungsmagazin? und Inworks. Statt auf die Riester-Rente setzen die Assekuranz-Vormänner der deutschen Gesellschaften auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Nur vier Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Riester-Produkte künftig an Bedeutung gewinnen. 80 Prozent der befragten Versicherungsexperten bescheinigen dagegen der nachgelagert besteuerten betrieblichen Altersvorsorge klare Vorteile gegenüber den Riester-Produkten. Jeder vierte Versicherungsexperte attestiert den bAV-Produkten gute Vertriebschancen.

Das höchste Vertriebspotenzial sehen die Experten bei den Privatkunden. 73 Prozent gehen davon aus, dass der Privatkundenmarkt wichtiges Standbein des Vertriebs von Vorsorgeprodukten bleiben wird. Gespalten sind die Meinungen über die Bedeutung von Kapital bildenden Produkten wie Lebensversicherungen- oder Rentenversicherungen. 40 Prozent erwarten, dass sich die Versicherungen trotz der Besteuerung der hälftigen Besteuerung der Gewinne mit neuen Kapital bildenden Produkten gegen die Konkurrenzprodukte von Banken durchsetzen können.

Jede dritte Fach- und Führungskraft der Assekuranzen glaubt hingegen, dass Kapital bildende Versicherungen stark an Bedeutung verlieren werden. Zudem geht jedes vierte Versicherungsunternehmen von einer Konzentration auf die neue Basis-Rentenversicherung (Rürup-Rente) aus.

Die Ergebnisse der Umfrage sind insofern überraschend, zumal Vertriebsexperten wie Joachim Geiberger, Geschäftsführer von Morgen & Morgen und Rainer Will, Geschäftsführer Assekurata insbesondere junge Familien mit geringem Einkommen aber auch gut verdienende Singles als potenzielle Riester-Kunden sehen. ?Wir gehen davon aus, dass Riester eine kleine Hausse erleben wird?, sagt Geiberger. Ein grundsätzliches Abraten von Riester ohne entsprechende individuelle Beratung könne sich sehr schnell als Fehlberatung erweisen.

Für die Studie hatte Mummert 218 Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungsbranche befragt.

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