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23. Februar 2005, 00:00
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Versicherer sollten Aktienquote erhöhen

Die aktuelle Studie ?Deutsche Versicherer? der Düsseldorfer Bank WestLB offenbart es: Die Wahrscheinlichkeit für weitere Einbrüche an den Kapitalmärkten erschwert deutschen Versicherern seit der letzten Studie im November 2004 weiterhin das Geschäft. Da sie schwerpunktmäßig in festverzinsliche Wertpapiere investieren, wirkt sich das dort verschlechterte Zinsumfeld negativ für Versicherer aus. Mit 3,5 bis 3,6 Prozent laufender Rendite können demnach langfristig betrachtet kaum Überschüsse gezahlt werden.

Um dem entgegen zu wirken sollte nach Meinung des Analysten-Teams die Aktienquote auf dividendenstarke Papiere ausgeweitet werden. Darüber hinaus scheint zum einen die deutsche Auslegung der Solvency II, in der die Solvenz-Anforderungen der Finanzaufsicht an die Versicherungswirtschaft zusammengefasst ist, problematisch für die Assekuranzen hierzulande zu sein. Denn dort würden die Abhängigkeiten der verschiedenen Asset Klassen nicht berücksichtigt.

Zum anderen wirkt sich die Umsetzung der International Financial Reporting Standard (IFRS) in Europa auf die deutschen Versicherungen nachteilig aus. Im Gegensatz zu beispielsweise Frankreich dürfen in Deutschland bei abgeschriebenen Kursverlusten keine stillen Lasten gebildet werden. Da die französischen Konzerne das jedoch dürfen, können sich demzufolge eine höhere Aktienquote leisten.

Das Fazit der WestLB-Analysten: Sollten die deutschen Lebensversicherer nicht ihre Geschäftspraktiken und ihre Einstellung zum Risiko ändern, laufen sie Gefahr, im europäischen Kontext nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein.

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