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17. August 2006, 00:00
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BaFin schickt Ancora in die Insolvenz

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am Dienstagabend einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Ancora Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, gestellt. Kurz zuvor hatte der für den Vorstand der Versicherung eingesetzte Sonderbeauftragte, Dr. Dr. Ernst zur Linden, der Aufsichtsbehörde die Überschuldung des Versicherers angezeigt.

Ursache der Überschuldung sind erhebliche Wertberichtigungen auf nicht realisierbare Vermögenswerte und auf nicht werthaltige Forderungen. Sie haben das Eigenkapital des Versicherers von 1,8 Millionen Euro aufgezehrt. Auch der Versuch, einen Käufer für das Unternehmen oder dessen Vertragsbestand zu finden, war nicht erfolgreich.

Die BaFin hatte den Versicherer seit einiger Zeit unter besonderer Beobachtung. Örtliche Prüfungen hatten Fehlbuchungen und Manipulationen im Rechnungswesen des Unternehmens zu Tage gefördert. Der Sonderbeauftragte, den die Aufsicht im Februar dieses Jahres bei dem Versicherer eingesetzt hatte, hat die Fehlbuchungen weiter aufgeklärt. Darauf hin hatte die BaFin Strafanzeige gegen den Vorstand Klaus Weihtag und weitere Manager des Unternehmens wegen Untreue und Bilanzmanipulation gestellt. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.

Das Versicherungsunternehmen betreibt vor allem die Feuer-, Haftpflicht- und Transportversicherung. Zu den Kunden der Ancora gehören neben Unternehmen der Transportbranche Diskotheken, Spielhallen und Restaurants. Die etwa 17.000 Versicherungsverhältnisse enden einen Monat nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die 1968 gegründete Ancora hatte 2005 nach vorläufigem Jahresabschluss Beitragseinnahmen von rund 15 Millionen Euro verbucht. Zuletzt beschäftigte der Versicherer sechs Mitarbeiter.

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