Anzeige
12. September 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GDV: Rückgang bei KFZ-Diebstählen

Im Jahr 2005 lag die Zahl der entwendeten Personenkraftwagen (PKW) zum ersten Mal seit 1990 unter 25.000. Insgesamt wurden 23.771 Pkw gestohlen. Ein erfreulicher Rückgang gegenüber dem Jahr 2004 um 17,1 Prozent. Nach Angaben der deutschen Versicherer minderte sich zwar die Entschädigungssumme für gestohlene Pkw um 10,9 Prozent auf 253,3 Millionen Euro, gleichzeitig stieg aber der durchschnittliche Schadenaufwand auf 10.654 Euro an (plus 7,5 Prozent). Eine Entwicklung, die sich seit 1999 fortsetzt. Damals lag der Schadendurchschnitt bei 6.830 Euro und die Kraftfahrtversicherer mussten rund 332,9 Millionen Euro für gestohlene PKW bezahlen. Die Klau-Rate bei PKW sank im Vergleich zum Vorjahr von 0,9 auf 0,7 pro 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge.

Am beliebtesten bei den Autodieben war der Porsche Cayenne 4.5 mit einer durchschnittlichen Entschädigungssumme von über 60.000 Euro. Von diesem Typ wurden im letzten Jahr 16,4 Fahrzeuge pro 1.000 versicherte Fahrzeuge gestohlen. Auf Platz zwei und drei folgen der BMW X5 3.0D und der BMW X5 4.4, die mit durchschnittlichen Entschädigungssummen von über 40.000 Euro fast viermal so teuer sind wie die durchschnittliche Entschädigung aller Pkw. Ebenfalls beliebt bei den Autodieben: der Golf IV R.32, der VW Caravelle T4 (Multivan 2.5 TDI) und der Toyota Landcruiser 100.

Gemessen am Bestand hatten Porschefahrer in 2005 das höchste Diebstahlrisiko (Klaurate 2,2 von 1.000) gefolgt vom Exoten Trabant (1,9) und Audi (1,7). Es folgen Ssangyong, BMW, VW, General Motors und Mercedes. Weniger attraktiv für die Langfinger waren hingegen die Marken Suzuki, GM Daewoo und Isuzu.

Das größte Diebstahlrisiko (pro 1.000) haben Autos, die 12 Jahre und älter sind. Das geringste Risiko besteht hingegen bei neueren Fahrzeugen, was mit der Entwicklung moderner elektronischer Wegfahrsperren zusammenhängt. Das geringste relative Klaurisiko haben 8acht bis neun Jahre alte Autos.

Erfreulich ist die Entwicklung bei den Zweirädern, hier war überall ein Rückgang bei den Diebstahlzahlen zu verzeichnen: Bei den Mofas und Mopeds (minus 5,4 Prozent), Krafträdern und Rollern (- 7,5 Prozent) und den Leichtkrafträdern (minus 9,3 Prozent). Insgesamt wurden 16.797 Zweiräder als gestohlen gemeldet. Das ist ein Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber 2004. Mit 9.450 Stück wurden Mofas und Mopeds am häufigsten geklaut. Bei den Krafträdern und Rollern waren es 5.850 und bei den Leichtkrafträdern 1.497 Stück.

Insgesamt wurden im letzten Jahr 46.562 Kraftfahrzeuge gestohlen. Das ist ein Rückgang von 12,1 Prozent. Die Gesamtentschädigungssumme lag bei rund 368 Millionen Euro. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren (1996) waren es 98.363 Kraftfahrzeuge mit einer Entschädigungssumme von fast 600 Millionen Euro. Ähnlich wie bei den Autos stieg auch bei allen Kfz insgesamt der Schadendurchschnitt an. Er liegt jetzt bei 7.939 Euro – 1996 waren es 6.042 Euro.

Obwohl in Nordrhein-Westfalen ein Rückgang beim Autoklau von fast 20 Prozent zu verzeichnen ist, wurden hier dennoch die meisten Pkw (6.392) gestohlen. Es folgen Berlin (2.446) und Niedersachsen (2.427), die im Vergleich zum letzten Jahr die Plätze getauscht haben. Am stärksten ging der Autodiebstahl in Hamburg zurück (minus 30,6 Prozent). Hier waren es 1.028 Pkw, die illegal den Besitzer wechselten.

Gemessen an der Häufigkeit ist das Risiko, Opfer eines Autodiebstahls zu werden, in Berlin mit 2,9 pro 1.000 Pkw am größten. Es folgen Hamburg (1,9) und Bremen (1,5). Beruhigter hingegen können Autobesitzer ihre Fahrzeuge in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern abstellen. Mit 0,4 je 1.000 Pkw ist in diesen Bundesländern das Diebstahlrisiko am geringsten.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Ende der Globalisierung durch Trump?

Mit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident bricht für die Weltwirtschaft einer Studie der Schweizer Großbank Crédit Suisse zufolge eine neue Ära an. Der Amtseintritt könnte das Ende der Globalisierung bedeuten, wie wir sie kennen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichen Untersuchung “Getting over Globalization”.

mehr ...

Berater

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...