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6. April 2006, 00:00
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HM: Überdurchschnittlich aufgestellt

Anstieg des Nettozinses auf 5,7 Prozent, Steigerung des Jahresüberschusses auf 56 Millionen Euro und ein Rückgang im Leben-Neugeschäft um ?nur? elf Prozent ? lauten die zentralen Ergebnisse, die die Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG auf ihrer heutigen Bilanzpressekonferenz verkündet hat.
Damit hat die Assekuranz die erwarteten Rückgänge im Geschäftsfeld Lebensversicherung besser verkraftet als die Branche mit einem durchschnittlichen Minus von 23 Prozent und ihren Marktanteil von 3,9 Prozent auf 4,6 Prozent ausgebaut. In der Rentenversicherungs-Sparte konnte die Hamburg-Mannheimer ihren Marktanteil gar auf 7,6 Prozent steigern. Die eingelösten Stücke haben sich 2005 mit 83.000 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Hinzu kommt noch eine Vertriebsleistung von weiteren 20.000 Verträgen, die erst im Jahr 2006 eingelöst wurden.

Insgesamt wuchsen 2005 die gebuchten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um 2,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dies sei vor allem auf das starke Wachstum der Einmalbeiträge um 20 Prozent auf 426 Millionen Euro sowie den Anstieg in der betrieblichen Altersversorgung zurückzuführen. So entwickelte sich die Pensionskasse unverändert positiv mit einem Zuwachs der gebuchten Beiträge um 40 Prozent. ?Die Gesellschaft ist auf dem Weg, sich dank ihrer Finanz- und Ertragskraft sowie ihrer breiten Produktpalette in der betrieblichen Altersversorgung als ?der bAV-Versicherer des Mittelstandes? zu positionieren?, betonte HM-Chef Dr. Götz Wricke.
Auch hinsichtlich der seit 2002 steigenden Stornoquoten zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich. Diese hatte im Jahr 2004 mit 7,3 Prozent ihren Höhepunkt erreicht und war in 2005 auf 6,4 Prozent gesunken. ?Für das Jahr 2006 erwarten wir eine Quote von 6,1 Prozent, die mittelfristig auf das Marktniveau von fünf Prozent sinken soll?, so Wricke.
Die Nettoverzinsung stieg auf Grund der günstigen Entwicklung der Aktienmärkte auf 5,7 Prozent. Mit einer Aktienquote von 13,7 Prozent liegt die Hamburg-Mannheimer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Rohüberschuss stieg um 297 Prozent auf 753 Millionen Euro. Auch der Jahresüberschuss vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 56 Millionen Euro. Die Sicherheitsmittel stiegen von 4,3 Milliarden Euro auf 5,2 Milliarden Euro.

In den Geschäftsfeldern der Sachversicherungen berichtete Michael Rosenberg, Vorstandsvorsitzender der HM-Sachversicherungs-AG, dass sich die Beiträge in allen Sparten nahezu konstant entwickelt haben. In der wichtigen Unfall-Sparte konnten in einem schwierigen Marktumfeld die Prämieneinnahmen gesteigert werden und die Hamburg- Mannheimer ihre Position als Nummer Zwei im Markt weiter gefestigt hat. Eine Ausnahme in der Prämienentwicklung stellte lediglich die Sparte Kraftfahrt dar. Hier waren die Beitragseinnahmen mit 324 Millionen Euro um 6 Prozent rückläufig. Dadurch sei die gesamte Beitragsentwicklung um 2,6 Prozent auf 774 Millionen Euro zurückgegangen. ?An einem Preiswettkampf, wie er derzeit beispielsweise im KfZ-Versicherungsmarkt herrsche, werde sich die Hamburg-Mannheimer nicht beteiligen?, betonte Rosenberg.
Ein deutlicher Anstieg sei bei den Aufwendungen für Versicherungsfälle zu verzeichnen, die um 13,2 Prozent auf 436 Millionen Euro zunahmen. Die Schadenrückstellungs-Quote wurde von 94,5 auf 105,2 Prozent angehoben.
Die kombinierte Schaden – Kosten-Quote (combined ratio) wuchs auf 94 Prozent habe die erhöhte Schadenaufwendungen abgebildet.Das Kapitalanlageergebnis lag mit 104 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Jürgen Vetter, stellte als Vorstandsvorsitzender die Ergebnisse der Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-AG vor. Vetter betonte, er wolle an der Strategie ?vom Kostenerstatter zum Rechtsdienstleister? festhalten und die Entwicklung weiterer innovativer Produkte vorantreiben. Die gebuchten Bruttobeiträge nahmen im gesamten Geschäftsjahr um 2,1 Prozent auf 50,3 Millionen Euro zu. Dazu trugen die Beitragseinnahmen und das Neugeschäft bei, das insgesamt um 3,8 Prozent auf 5,8 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Das Beitragswachstum konnte die hohe Schadenbelastung auf Grund des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes allerdings nicht ausgleichen, so dass im Berichtsjahr ein versicherungstechnischer Verlust für eigene Rechnung von 2,4 Millionen Euro entstand. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in einer Höhe von 2,4 Millionen Euro schloss das Geschäftsjahr mit einem geringen versicherungstechnischen Gewinn.

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