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30. November 2006, 00:00
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Längeres Arbeiten stützt Renten

Die Bundesregierung erwartet, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2020 von 52,4 Prozent der Einkommen auf 46,6 Prozent sinken wird. Dies geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2006 hervor, den die Bundesregierung gestern Abend veröffentlicht hat. Das Rentenniveau bezieht sich auf die Renten und Einkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge aber vor Steuern. Bis 2020 würden die Renten durchschnittlich um 1,4 Prozent pro Jahr steigen und damit langsamer als die Einkommen. Der Rentenzuwachs wäre auch niedriger als die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Inflationsrate von knapp zwei Prozent.

Der erwartete Rentenanstieg beruht auf der Annahme, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Zeitraum bis 2020 um 800.000 höher sein wird als heute. Die Regierung begründet diese Annahme mit der stufenweisen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 und der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen. Die Bruttoeinkommen werden nach der Prognose durchschnittlich um 2,1 Prozent pro Jahr wachsen und damit inflationsbereinigt annähernd konstant bleiben.

Bis 2008 wird die Bruttostandardrente, die ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren Berufstätigkeit erhält, bei 1.176 Euro stagnieren und anschließend bis 2014 langsam auf 1.228 Euro steigen. Grund ist das geringe Lohnwachstum der vergangenen Jahre. Ab dem Jahr 2015 werde sich der Rentenanstieg beschleunigen, so dass die Bruttostandardrente bis 2020 auf 1.422 Euro wächst.

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