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3. Februar 2006, 00:00
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Riester-Rente: Verkaufen um jeden Preis

Fragwürdige Rechenschieber der Assekuranzen? Entgegen den gängigen Berechnungen der Versicherer sind mit Einführung der gleichgeschlechtlichen Riester-Rententarife, so genannter Unisex-Tarife, zum Jahresanfang die Beiträge zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge mit rund sechs Prozent nur halb so stark gestiegen, wie angekündigt.

Dabei hatte im vergangenen Jahr die Branche unisono betont, dass sich durch die neuen Berechnungsgrundlagen Riester-Policen für Männer um rund 15 Prozent verteuern würden und damit einen neuerlichen Schlussverkauf eröffnet. Grund für die nun überraschend moderate Erhöhung ist laut Aussage des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass sich die Lebenserwartung von Männer und Frauen mit Einführung neuer Sterbetafeln in der Rentenversicherung angenähert habe.

Pikant: Die neuen Sterbetafeln waren bereits Anfang des Jahres 2005 eingeführt worden. Warum die Branche nahezu ein Jahr gebraucht hat, um die Konsequenzen der neuen Sterbetafeln für die Riester-Rente zu berechnen, darf spekuliert werden.

Verbraucherschützer kritisieren dementsprechend nun, dass die Versicherer die Kunden erneut mit irreführenden Aussagen in Versicherungsverträge gedrängt hätten. Anfang der Woche hatte der GDV gemeldet, dass die Riester-Rente im vergangenen Jahr mit 1,13 Millionen abgesetzten Tarifen der Verkaufsschlager der Assekuranzen war.

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