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12. September 2007, 00:00
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Equitable Life-Kunden droht Millionenschaden

Nach Auskunft der Kanzlei TILP Rechtsanwälte, Tübingen, Berlin, droht rund 3.000 deutschen Kunden des britischen Lebensversicherers Equitable Life ein geschätzter Gesamtschaden von 150 Millionen Euro.
Anfang des Jahres 2000 warb die britische Equitable Life Assurance Society CSC Germany mit dem Slogan “Buy German, earn British”, stellte die doppelte Rendite deutscher Anbieter in Aussicht und konnte hierzulande eine Vielzahl neuer Kunden gewinnen.Nach Einschätzung der Rechtsanwälte befand sich das Unternehmen bereits zu diesem Zeitpunkt in einer erheblichen Schieflage, was zur Folge hatte, dass die Überschussleistungen der meisten über die ehemalige deutsche Niederlassung der Versicherung abgeschlossenen überschussbeteiligten Verträge aufgrund einer rechtswidrigen Überschusspolitik und fragwürdigen Kalkulationen der verantwortlichen Aktuare gekürzt werden mussten. Dadurch fielen nicht nur laufende Renten und Ablaufleistungen, sondern auch Rückkaufswerte erheblich niedriger aus als es die Versicherungsnehmer bei Abschluss ihrer Verträge erwarten durften.

Die auf versicherungsrechtliche Fälle spezialisierte Berliner Niederlassung der Kanzlei TILP Rechtsanwälte vertritt nach eigenen in diesem Fall bereits mehrere Dutzend geschädigte Versicherungsnehmer. Sie hat angekündigt, in Kürze diverse Musterklagen gegen die Equitable Life Assurance Society zunächst vor den Landgerichten Aachen, Dortmund, Fulda, Kassel und Köln einzureichen. Ziel sei es, die Erfüllung oder Rückabwicklung der Versicherungsverträge und Schadenersatz gerichtlich durchzusetzen. Dr. Philip Härle, Leiter der Berliner Niederlassung der Kanzlei sieht aus einem weiteren Grund dringenden Handlungsbedarf: Einer Mitteilung der Gesellschaft aus dem Frühjahr 2007 nach ist geplant, einen Großteil der betroffenen Versicherungsbestände von der Equitable Life auf die britische Prudential-Gesellschaft zu übertragen. ?Auf diesem Wege will die die Equitable Life anscheinend versuchen, Geschädigte um ihre berechtigten Ansprüche gegen sie zu bringen. Außerdem dürften die Ansprüche der Geschädigten nach unserer Auffassung zum Jahresende 2007 verjährt sein?, erläutert Härle. (af)

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