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18. Februar 2008, 00:00
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Allianz gründet Treuhand-Tochter

Die zum Münchner Versicherungskonzern Allianz Deutschland AG gehörenden Gesellschaften Allianz Global Investors Deutschland GmbH (AllianzGI) und Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben) haben die gemeinsame Tochter Allianz Treuhand GmbH mit Sitz in Stuttgart gegründet.

Unter der Leitung der Geschäftsführer Marc Braun und Martin Katheder soll die neue Gesellschaft Lösungen für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) liefern. Allianz-Firmenkunden diene die Unternehmenstochter als Treuhänder im Rahmen von Contractual Trust Arrangements (CTA) und erleichtere so die Auslagerung beziehungsweise Ausfinanzierung von Versorgungsverpflichtungen, so teilte das Unternehmen mit.

CTA- Modelle sichern die Versorgungspflichten von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern aus betrieblicher Altersversorgung, Wertkonten oder Altersteilzeitverhältnissen durch wirtschaftliche Rückdeckungen gegen Insolvenz. Die eingesetzten Vermögensmittel überträgt der Arbeitgeber zu diesem Zweck auf einen Treuhänder.

Die Allianz Treuhand GmbH bündelt als überbetriebliche Gruppentreuhand (?Multi Employer Trust?) die Versorgungsansprüche unterschiedlicher Unternehmen in einem CTA. Die Verwaltung der übertragenen Mittel wird von der Allianz Global Investors Advisory GmbH (Agia), einer Tochter der AllianzGI, übernommen. Mit der Gruppentreuhand-Konstruktion will die Allianz integrierte und flexible Produktlösungen aus einer Hand anbieten: ?Da alle Lösungskomponenten aus dem Hause der Allianz bereitgestellt werden, wird dabei der Aufwand bei der Implementierung auf ein Minimum reduziert”, so Marc Braun.

Unternehmen können in bilanzieller Hinsicht profitieren, wenn sie zweckgebundenes Planvermögens an ein CTA übertragen: Auszuweisende Versorgungsverpflichtungen können im Rahmen einer Bilanzverkürzung die Bewertungsqualität bei Rating-Agenturen und Analysten verbessern, was wiederum den Zugang zu Eigen- und Fremdkapital erleichtert, erläutert Martin Katheder. Zudem plane die Bundesregierung ein neues Gesetz, durch das auch mitteständische Unternehmen, die nach dem Handelsgesetzbuch bilanzieren, Vermögenswerte mit Versorgungspflichten saldieren müssen, sofern die Vermögenswerte den Verpflichtungen insolvenzsicher zugeordnet sind.
Die Allianz wolle ihrer wichtigsten Zielgruppe – Unternehmen des international bilanzierenden Mittelstandes – deshalb mit der Gruppentreuhand-Konstruktion eine Lösung anbieten. (hb)

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