Anzeige
4. November 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

bAV: Abschied von klassischen Leistungszusagen

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) befindet sich in einem tief greifenden Wandel: Arbeitnehmer stellen zunehmend von klassische auf beitragsorientierte Leistungszusagen um ? das stößt bei den Arbeitnehmern auf wenig Gegenliebe, wie eine Studie von JP Morgan Asset Management, Frankfurt, zeigt.

Leistungszusagen, die sich ausschließlich am Beitrag orientieren, finden sich bereits bei 27 Prozent der Unternehmen. Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) verfügt, bedingt durch die Umstellung, über Mischsysteme. Lediglich neun Prozent bieten noch reine leistungsbasierte Direktzusagen.

Aus Sicht der Arbeitgeber sprechen die Minderung von Finanzierungsrisiken (Langlebigkeits-, Inflations- und Kapitalmarktrisiko) sowie die höhere Transparenz für Mitarbeiter maßgeblich für die Umstellung.

Hintergrund: Bei der klassischen Leistungszusage sagt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter eine vorab kalkulierte Rente zu, entweder in Form eines gewissen Prozentsatzes des Durchschnitts- oder Endgehalts oder als festen Betrag pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Bei der beitragsorientierten Leistungszusage dagegen wird keine konkrete Höhe der Versorgungsleistung zugesagt. Die Rentenhöhe ergibt sich aus einer festen Verzinsung der erbrachten Beiträge.

Große Unterschiede bei der Verzinsung

Die Spanne der garantierten Verzinsung ist groß: 21 Prozent der Unternehmen bieten 2,25 Prozent, 41 Prozent der Befragten vier Prozent und 14 Prozent garantieren sogar eine Verzinsung von sechs Prozent.

Bei den Arbeitnehmern scheint dieser Wandel nicht sonderlich gut anzukommen: Im Durchschnitt zahlen gerade einmal 33 Prozent der Mitarbeiter in den Unternehmen, die eine beitragsorientierte Zusage mit möglicher Eigenbeteiligung vorsehen, eigene Entgeltanteile ein. Bei 22 Prozent der befragten Unternehmen mit einem beitragsorientierten System beteiligten sich mehr als die Hälfte der Mitarbeiter mit eigenen Einzahlungen.

Dies ist eine Kernaussage der Studie ?Trends in der betrieblichen Altersversorgung und im Bereich Zeitwertkonten? von JPMorgan Asset Management, die bereist zum vierten Mal durchgeführt wurde. Dafür fanden Interviews mit 141 Vertretern deutscher Konzerne statt, darunter 43 Prozent der Dax-Konzerne, 22 Prozent der M-Dax- und acht Prozent der S-Dax-Unternehmen. (hi)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bericht: Höheres Rentenniveau beseitigt Altersarmut nicht

In der Debatte um die Bekämpfung von Altersarmut hat die Rentenversicherung vor falschen Strategien gewarnt. Dies melden die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

mehr ...

Immobilien

Positionswechsel im Vorstand von Commerz Real

Sandra Scholz (45) wird zum 1. März 2017 in den Vorstand der Commerz Real aufrücken. Die bisherige Leiterin Human Ressources und Communications wird im Vorstand neben diesem Bereich auch für Marketing und Direktvertrieb, Compliance, Recht sowie das Investoren- und Anlegermanagement verantwortlich zeichnen.

mehr ...

Investmentfonds

Regimewechsel an den Märkten möglich

Nach dem Amtsantritt von Donald Trump schauen die Märkte gebannt auf die Wall Street. Gastkommentar von Werner Kolitsch, M&G Investments

mehr ...

Berater

Testament unauffindbar? Auch die Kopie ist gültig

Die Kopie eines Testaments kann zur Bestimmung der Erbfolge ausreichen, wenn die formgerechte Errichtung des Originaltestaments bewiesen werden kann. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Köln in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Finanzchef bei Dr. Peters

Markus Koch ist mit sofortiger Wirkung in die Geschäftsführung der Dr. Peters Group berufen worden. Er wird dort künftig die Bereiche Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Unternehmensplanung, Personal und IT verantworten.

mehr ...

Recht

Brexit hat Folgen für britische Fondsbranche

Auf die britischen Investmenthäuser kommen möglicherweise unruhige Zeiten zu. Der Brexit könnte dazu führen, dass Großbritannien künftig den Status eines so genannten “Drittstaates” hat. Für die britische Fondsbranche hätte dieses Szenario Folgen.

mehr ...