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6. August 2008, 00:00
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Cash Life rechnet mit halbiertem Umsatz

Der Policenaufkäufer Cash Life aus Pullach hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst und rechnet nun mit Umsatzerlösen zwischen 220 und 240 Millionen Euro, in 2007 hatte das Unternehmen noch 500,5 Millionen Euro verbucht.

Das Rohergebnis, in dem neben den Nettoerlösen auch die Netto-Wertsteigerungen des Handelsbestandes aus Kapitalversicherungen enthalten sind, erwartet Cash Life im Bereich von 30 Millionen Euro. Auch diese Prognose entspricht einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, in dem 41,2 Millionen Euro verzeichnet wurden.

Die operativen Kosten abzüglich anfallender Maklerprovisionen glaubt Cash Life von 18 auf 15 Millionen Euro runterfahren zu können. Grund seien greifende Umstrukturierungs- und Einsparmaßnahmen. Das operative Ergebnis soll damit in einer Spanne zwischen zwölf und 14 Millionen Euro liegen, im Vorjahr wurden 12,2 Millionen Euro erzielt. In 2009 möchte der Policenhändler die operative Kostenbasis auf unter zehn Millionen Euro reduzieren.

Übernahmespekulationen halten an

Cash Life gilt im Markt weiterhin als Übernahmekandidat, die Berenberg Bank hält nach wie vor einen Anteil von knapp 26 Prozent ? im Auftrag eines oder mehrerer anonymer Investoren (cash-online berichtete hier).

In der vergangenen Woche kündigte das Unternehmen an, sich aus dem Geschäft mit britischen Zweitmarkt-Policen zurückzuziehen und sich künftig nur noch auf die Verwaltung deutscher Lebensversicherungen zu konzentrieren. Das Hamburger Emissionshaus MPC Capital, das eine strategische Partnerschaft im Zweitmarkt deutscher Kapitalversicherungen mit Cash Life verbindet, teilte zudem mit, auch weiterhin mit dem Policenhändler zusammenzuarbeiten.

Cash Life verwaltet Policen-Portfolios für Initiatoren geschlossener Fonds, zuletzt gab es Schlagzeilen um solche Produkte des Hamburger Anbieters König & Cie., die rückabgewickelt wurden, weil die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden konnten (cash-online berichtete hier). (hb)

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