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17. Oktober 2008, 00:00
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Cash Life schreibt Vertriebstochter ab

Der Pullacher Zweitmarktpolicenhändler Cash Life schreibt den Firmenwert seiner Tochtergesellschaft Cash Life Vertriebs GmbH in Höhe von sechs Millionen ab und bewertet sämtliche Policen des Handelsbestandes nur noch mit dem Rückkaufswert. Dennoch will das Unternehmen den Einsparzielen bei den operativen Kosten und am prognostizierten Vorsteuerergebnis festhalten.

?Aufgrund der weiteren Verschlechterung der Marktlage und unserer Einschätzung bezüglich des künftigen Marktpotentials werden eine zusätzliche Reduzierung der Ressourcen und die außerordentlichen Abschreibungen auf das Anlagevermögen und den Handelsbestand erforderlich?, erläutert Cash-Life-Chef Frank Alexander de Boer.

Mittelfristig erwartet de Boer keine Erholung im Zweitmarkt für Lebensversicherungen und sieht das bisherige Geschäftsmodell auf dem Prüfstand: ?Wir werden einen professionelleren, kleineren Markt mit deutlich niedrigeren Margen sehen. Aus diesem Grund war der Firmenwert der Vertriebstochter und der bilanzierte Wert des für den Verkauf reservierten Handelsbestandes nicht länger als nachhaltig anzusehen.?

Unabhängig von den Wertkorrekturen geht Cash Life davon aus, dass die prognostizierten operativen Kosten vor Sondereffekten 2008 im Bereich von 15 Millionen Euro (2007: 24 Millionen Euro) liegen. Auch das prognostizierte Vorsteuerergebnis werde unverändert in einer Spanne zwischen plus und minus einer Million Euro erwartet.

Weiter teilt die Cash Life AG mit, dass der Private-Equity-Spezialfonds Augur Financial Opportunity Fund seinen Anteil an der im SDax gelisteten Gesellschaft mittlerweile auf 42 Prozent ausgebaut hat. ?Wir sind grundsätzlich froh, Investoren an Bord begrüßen zu dürfen, die für Stabilität sorgen können?, kommentiert de Boer das Engagement des Finanzinvestors. (hb)

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