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13. November 2008, 00:00
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GDV: Nullwachstum in 2009

Beinahe zeitgleich mit den Wirtschaftsweisen gab auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin seine Prognose für das kommende Jahr ab. Das übereinstimmende Fazit: Wachstum wird 2009 zum Fremdwort.

Die Zeichen stehen auf Stagnation: Für das kommende Jahr rechnet der GDV mit einem Nullwachstum bei den Beiträgen. In der Lebensversicherung droht sogar ein Rückgang um 1,5 Prozent. Grund dafür sei aber nicht die abschwächende Konjunktur oder die Finanzmarktkrise, sondern die regulären Abläufe aus den vor vielen Jahren abgeschlossenen Policen. In der privaten Krankenversicherung werden plus drei Prozent, in der Schaden- und Unfallversicherung null Prozent erwartet.

Folgerichtig ist auch das Geschäftklima der Branche eher nüchtern: Laut Ifo-Index erwarten 84 Prozent der Unternehmen eine gleich bleibende Geschäftslage, neun Prozent rechnen mit einer eher negativen, sieben mit einer eher positiven Entwicklung.

Für dieses Jahr erwartet der Lobbyverband, dessen 469 Mitglieder 95 Prozent des Marktvolumens auf sich vereinen, immerhin noch ein Beitragswachstum von 1,5 Prozent (2007: 0,6 Prozent) auf 165,3 Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Lebensversicherung (ohne Pensionskassen und -fonds) zwei Prozent, auf die private Krankenversicherung 2,9 Prozent und auf die Schaden- und Unfallversicherung 0,2 Prozent.

Das Plus in der Lebensversicherung wird allerdings primär vom Erreichen der vierten und letzten Riester-Förderstufe getragen. Sie führt dazu, dass die Versicherungssumme gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen ist. Die Zahl der abgeschlossenen Neuverträge im Bereich Leben wird jedoch in diesem Jahr um 9,4 Prozent fallen, so der GDV.

Unterdessen meldet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dass im dritten Quartal 420.000 Riesterverträge neu abgeschlossen wurden. Damit steigt die Zahl der Verträge auf insgesamt rund zwölf Millionen.

Rolf-Peter Hoenen neuer GDV-Präsident

Die GDV-Mitgliederversammlung hat den Vorstandsvorsitzenden der Huk-Coburg, Rolf-Peter Hoenen (61), zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt Bernhard Schareck, der dem Verband fünf Jahre vorstand und nun für zwei weitere Jahre dem Präsidium angehört. (hi)

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