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5. November 2008, 00:00
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Umfrage: Deutsche wollen PKV für jedermann

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Gothaer Krankenversicherung, Köln, hat ergeben, dass 70 Prozent der Bundesbürger für eine generelle Öffnung der privaten Krankenversicherung (PKV) sind. Kein Wunder ? die gesetzlichen Kassen (GKV) stehen bei den Kunden in der Kritik.

Dass die PKV eine bessere medizinische Versorgung bietet, davon sind 72 Prozent der gesetzlich Versicherten und vier von fünf Privatversicherten überzeugt. Privatpatienten sind insgesamt sehr zufrieden mit ihren Versicherern: Zwei Drittel beurteilen den Service als sehr gut, 63 Prozent verweisen auf die guten Leistungen und immerhin 58 Prozent zeigen sich mit dem Beitragsniveau sehr zufrieden. Trotzdem könnten sich 57 Prozent einen Wechsel zu einem anderen PKV-Unternehmen vorstellen, wenn sie dort mehr Leistungen in Anspruch nehmen können, so die Studie.

Gänzlich anders die Stimmung bei den Kassenpatienten: Nur ein Drittel ist mit den Leistungen einverstanden. Konsequenterweise fordern sieben von zehn GKV-Kunden in erster Linie eine höhere Qualität der medizinischen Leistungen. Zwei Drittel wollen einen besseren Service, beispielsweise kürzere Wartezeiten bei Behandlungsterminen. An dritter Stelle auf der Wunschliste steht die Forderung nach einem umfangreicheren Leistungs- und Tarifangebot. 59 Prozent der befragten Kassenpatienten sehen hier Verbesserungsbedarf.

Für die Studie der Gothaer befragte das Berliner Meinungsforschungsinstitut Forsa im April und Mai 2008 insgesamt 1.000 Krankenversicherte im Alter von 18 bis 65 Jahren. (hi)

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