Anzeige
Anzeige
16. November 2009, 18:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Assistance-Leistungen: Kunden bleiben skeptisch

In den Führungsetagen der Assekuranz ist man sich schon lange sicher, dass Assistance-Leistungen – darunter werden personenbezogene und fachfremde Hilfsdienste vom Abschlepp- bis zum Schlüssel- oder Einkaufsservice zusammengefasst – voll im Trend liegen. Die Kundschaft ist jedoch wesentlich skeptischer, wie eine aktuelle Studie herausgefunden hat.

Assistance-127x150 in Assistance-Leistungen: Kunden bleiben skeptisch Versicherer wollen nicht mehr nur Kostenerstatter sein, sondern auch Unterstützung in lebensnahen Problemsituationen liefern. Klingt super, was die Trendforscher und Produktentwickler der Branche sich da ausgedacht haben, um beim Kunden zu punkten. Das Interesse der Bevölkerung an solchen Zusatzleistungen hält sich einer aktuellen TNS-Infratest-Umfrage unter 2.256 Personen zufolge allerdings in Grenzen.

Während 41 Prozent der Befragten mit Versicherungsangeboten, die Assistance-Leistungen bieten, zumindest vertraut sind, nennt nur ein geringer Prozentsatz eine solche Police sein Eigen, so die Studie. Den Nutzen einer Versicherung mit Zusatzleistung nach einem Unfall oder rund um das Haus beziehungsweise die Wohnung erkennt – je nach Art der konkreten Assistance-Leistung – bis zu gut ein Drittel der Bevölkerung.

Zahlungsbereitschaft Fehlanzeige

Für die jeweilige Zusatzleistung zu bezahlen, kommt lediglich für 14 Prozent der Teilnehmer in Frage. Wenn überhaupt, interessieren sich Kunden noch am ehesten für Assistance-Leisungen im Zusammenhang mit Unfällen. Dort wiederum sind Pflegedienstleistungen gefragt: 34 Prozent der Befragten würden dieses Angebot nutzen – dafür zahlen wollen allerdings auch nur 14 Prozent.

Was bringt das Ganze den Anbietern dann überhaupt?

Manfred Kreileder, Finanzmarktexperte von TNS Infratest: “Das Ziel von Assistance-Leistungen liegt für Versicherungen zum einen darin, sich vom Wettbewerb im Service abzuheben, und zum anderen darin, den Kunden einen höheren Nutzen zu bieten, um so auch die Kundenbindung zu stärken.” (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ratingwissen-Tag: “Plausibilitätsprüfung nicht erforderlich”

Plausibilitätsprüfung und Vertriebsregulierung durch die EU-Richtlinie MiFID II zählten zu den Themen auf dem „15. Fondsrating-Tag/3. Assetmanagement-Tag“ des Veranstalters Ratingwissen am Mittwoch – mit einigen überraschenden Statements.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...