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18. Mai 2009, 00:00
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BDAE-Studie attestiert Nachbesserungsbedarf bei Expatriates

Bei Krankenversicherungskonzepten für Mitarbeiter im Ausland, sogenannten Expatriates, haben deutsche Konzerne hohe Ansprüche und sehen durchaus noch Verbesserungspotenzial. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Anbieters sind Erfahrung, sprachliche Vielfalt und eine schnelle Schadensabwicklung. Das haben die Schweizer Wirtschaftsforscher vom Prognos-Institut in einer aktuellen Studie im Auftrag des Hamburger Expatriate-Spezialisten BDAE (Bund der Auslandserwerbstätigen) herausgefunden.

Schnelle Bearbeitung und guter Service gefordert

Demnach zählt für die Personalabteilungen eines großen international tätigen Unternehmens vor allem, dass der gewählte Krankenversicherer sich auf die Bedürfnisse der entsandten Mitarbeiter einstellt und diese so betreut, dass sie zufrieden sind. ?Ein Arbeitnehmer, der von seiner Firma ins Ausland versetzt wird, muss sich bereits mit vielen organisatorischen Herausforderungen befassen und sich auf seinen neuen Job konzentrieren. Deshalb erwartet er von seinem Arbeitgeber, dass dieser sich um eine reibungslose Gesundheitsabsicherung kümmert?, erklärt Prognos-Projektleiter Dr. Oliver Ehrentraut.

Entsprechend hoch sind die Ansprüche der zuständigen Personaler an die Auslandsversicherer. 24-Stunden-Notfallhotline in mehreren Sprachen und umfassender Online-Service sind bei der Auswahl obligatorisch, so die Ergebnisse der Umfrage unter vier Großunternehmen mit Sitz in Deutschland und der Schweiz, die regelmäßig 150 bis 1.500 Mitarbeiter ins Ausland entsenden. Darüber hinaus soll der Anbieter die von den Expatriates eingereichten Rechnungen schnellstmöglich ? im Idealfall binnen 48 Stunden ? bearbeiten und erstatten.

Transparenz und Geschwindigkeit ausbaufähig

Als weitere wichtige Bedingung nennen alle Befragten die Option, Beiträge durch Selbstbeteiligung reduzieren zu können und zurückzubekommen, wenn sie nicht an Anspruch genommen werden. Kehren entsandte Mitarbeiter früher als geplant in die Heimat zurück, sollen im Voraus gezahlte Beiträge zurückgezahlt werden.

Bemängelt wird unter anderem, dass viele Anbieter keinen Versicherungsschutz für Heimaturlaube bieten. Auch Transparenz und Geschwindigkeit bei Leistungsrückerstattung ließen zu wünschen übrig, so die Studie. Alle befragten Unternehmen haben in vergangenen fünf Jahren aus Unzufriedenheit den Versicherungspartner gewechselt.

?Unsere Erfahrung zeigt, dass große länderspezifische Kenntnisse und umfassende persönliche Betreuung nötig sind, um Auslandserwerbstätigen den passenden Versicherungsschutz zu bieten?, sagt BDAE-Gründer und -Geschäftsführer Andreas Opitz. Sein Unternehmen wickelt bereits seit 15 Jahren Konzeption, Vertragsgestaltung und Management von Expatriate-Versicherungsfällen unter einem Dach ab. (hb)

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