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30. Juli 2009, 00:00
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Betriebliche Altersversorgung hierzulande besser als ihr Ruf

Das deutsche System der betrieblichen Altersversorgung schneidet im europäischen Vergleich vergleichsweise gut ab. Es ermögliche Unternehmen, ihre Mitarbeiter bei der finanziellen Altersabsicherung angemessen zu unterstützen und dabei die wirtschaftlichen Risiken für die Arbeitgeber zu beherrschen. Das sind die Ergebnisse einer Analyse des weltweit operierenden Versicherungsmaklers Aon, die jetzt vor dem Hintergrund der Finanzkrise durchgeführt wurde.

Kapitalgedeckte Systeme unter Druck

“Die in Deutschland populären rückstellungsfinanzierten Pensionspläne undUnterstützungskassen bieten ein hohes Maß an Sicherheit für die Pensionsberechtigten. Denn die Trägerunternehmen sind rechtlich verpflichtet, ihre Pensionsleistungen aus diesenSystemen gegen das Risiko der Insolvenz zu versichern”, sagt Dr. Marco S. Arteaga, Geschäftsführer von Aon Consulting in Deutschland.

Unter Druck seien insbesondere Länder mit vorwiegend voll kapitalgedeckten leistungsorientierten Pensionsplänen. Dazu gehörten die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Irland. Die Unternehmen in diesen Ländern müssendie durch die aktuelle Finanzkrise in ihrem Pensionssystem entstandenenDefizite unmittelbar aus dem laufenden Ertrag oder anderen Finanzierungsquellen ausgleichen.

Demografische Entwicklung bereitet Probleme

Das deutsche System bewähre sich dagegen gerade in der derzeit wirtschaftlich schwierigen Zeit. Herausforderungen ergäben sich indes für kommende Generationen von Arbeitnehmern,die ihre Altersversorgung mindestens zu einem großen Teil auf die staatliche Rentestützen wollen.

Deutschland habe unter den elf von Aon untersuchten europäischen Ländern die geringste Zahl von Einwohnern unter 14 Jahren. Die meisten Deutschen seien zwischen 25 und 49 Jahre alt. “Daraus ergibt sich, dass kommende, bevölkerungsreiche Generationen von Rentnern von einer bevölkerungsarmen Generation von Arbeitnehmern finanziert werden müssen. Das kann nur durch Einschnitte im staatlichen Rentensystem funktionieren”, so Arteaga. (mo)

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