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3. Juli 2009, 00:00
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Deutsche glauben nicht an Politikaussagen zur Gesundheit

93 Prozent der Deutschen haben in Versprechen und Aussagen von Politikern zur Gesundheitspolitik kein Vertrauen. Auch hat die letzte Gesundheitsreform nur ein Drittel der Bundesbürger überzeugt. Das ergibt eine von der Central Krankenversicherung in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, bei der 1.000 Personen befragt wurden.

65 Prozent der Befragten gaben an, den von der Politik versprochenen Wettbewerb unter Krankenversicherern und Leistungserbringern zu vermissen. Dabei messen die Deutschen der Gesundheitspolitik eine nicht unwesentliche Bedeutung bei: Mehr als jeder zweite Befragte gab an, dass das Thema ihn in seiner Wahlentscheidung beeinflusse.

Auch gab etwa die Hälfte der Befragten an, in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln zu wollen – wenn sie denn könnten. Gründe: Die bessere medizinische Versorgung sowie die Angst vor weiteren Leistungskürzungen bei den gesetzlichen Kassen. Indes sprechen sich auch 80 Prozent für den Solidargedanken in der Krankenversicherung aus.

81 Prozent halten eine neue Gesundheitsreform für notwendig. Sollte die kommen, befürworten 79 Prozent der Befragten den Erhalt der PKV.

Laut Umfrage habe die letzte Gesundheitsreform dem Patienten am wenigsten genutzt – mehr als jeder zweite Interviewte gab dies an. Die privaten Krankenversicherer hingegen hätten am meisten profitiert, so die Studie. (mo)

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