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Cash. 06/2012


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Freitag, 20. November 2009

“Die wirklich Leidtragenden sind die Mitarbeiter”

cash-online: Die Bâloise bekräftigt immer wieder, dass ein Verkauf von Deutscher Ring Sach und -Leben keine Option für sie sei, streben Sie dennoch weiter an, die Gesellschaften zu übernehmen?

Schulte: Ja! Eine Entflechtung auf Ebene der Eigentümer ist die einzige wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Wir sehen hier auch eine Verantwortung bei der Bâloise, eine wirtschaftlich vertretbare Lösung herzustellen, denn die Bâloise hat einseitig diesen Bruch herbeigeführt. Nun ist sie auch in der Pflicht, ihren Beitrag beizusteuern, um eine gute Lösung für Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter des Deutschen Rings zu finden.

cash-online: Hat es bereits ein konkretes Übernahmeangebot der Signal Iduna/DRK gegeben?

Schulte: Es gab und gibt das grundsätzliche Angebot. Die Details sind dann zu klären, wenn die Bâloise bereit ist, auf dieser Grundlage zu verhandeln.

cash-online: Wie ist der Stand im Rechtsstreit um die Eigentumsverhältnisse bei den Beteiligungen der Ring-Gruppe?

Schulte: Es gibt mehrere Rechtsverfahren, die sich um die Deutscher Ring Beteiligungsholding ranken. Bis diese Verfahren in letzter Instanz entschieden sind, werden mehrere Jahre vergehen. Insofern sind diese Streitigkeiten in den aktuellen Verhandlungen nicht relevant.

cash-online: Inwiefern ist der Konflikt und die daraus resultierende Unsicherheit für die Mitarbeiter eine Belastung für das Klima im Konzern?

Schulte: Die wirklich Leidtragenden sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Deutschen Ring, die seit einem Jahr nicht wissen, wie es weiter geht. Die Bâloise will 230 Arbeitsplätze abbauen, große Teile des Unternehmens von Hamburg nach Bad Homburg verlagern. Trotz dieser Situation steht die Belegschaft zum Unternehmen. Obwohl die Bâloise dringend notwendige Neueinstellungen verhindert, wird die Mehrarbeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschultert. Das ist eine wirklich bemerkenswerte Loyalität.

Interview: Hannes Breustedt

Das sagt die Gegenseite: Bâloise-Chef Martin Strobel im cash-online-Interview

Hier geht es zur Hintergrund-Story zum Thema

Fotos: Shutterstock, Signal Iduna

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2 Kommentare

  1. Der Herr Schulte , wie immer zum offenen Schlagabtausch bereit, weckt Neugier auf die zweite Runde dieses medialen Superkonflikts- wird es etwa eine Einigung hier, auf Cash-online geben?- (knuffknuff)

    Kommentar von Bellhard Gerndorf — 20. November 2009 @ 18:19

  2. Wie man hört gibt es Vakanzen von mehr als 50 Stellen insbesondere im Kundenservice. Diese Stellen werden nicht besetzt, weil die Basler eine Einstellung verweigert. Die Basler nimmt ein Verhandlungsergebnis vorweg, indem sie sich weigert bei Neueinstellungen gemischte Verträge (Leben/ Sach UND Krankenversicherung) zu akzeptieren. Diese haben aber alle anderen Leute im Servicebereich auch. Das Unternehmen ist noch nicht getrennt und im Kundenservice werden die Kunden aller Deutscher Ring Gesellschaften bedient. Nicht nur die Mitarbeiter sondern auch und gerade die Kunden scheinen der Basler egal zu sein und spielen keine Rolle. Das ist der wahre Skandal der viel zu wenig beachtet wird!

    Kommentar von Szene Kenner — 20. November 2009 @ 19:21

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