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22. Juli 2009, 00:00
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Industriehaftpflichtversicherung: Prämien und Deckung sinken

Die Preise in der Industriehaftpflichtversicherung sind im letzten Jahr in Deutschland um acht Prozent auf 9.633 Euro gesunken. Die Prämien in Europa fielen über alle betrachteten Unternehmen und Branchen nur leicht: Der Preis für eine Million Euro Deckungssumme sank um etwa zwei Prozent auf 10.062 Euro.

Das ist das Ergebnis der jährlich durchgeführten Haftpflichtstudie ?Limits of Liability? des Industrieversicherungsmaklers Marsh. Im Rahmen der Untersuchung befragte die Gesellschaft weltweit 7.700 Unternehmen zu ihren Produkthaftpflicht- und allgemeinen Haftpflichtversicherungsprogrammen.

Weiteres Resultat: Um ihre Kosten zu senken, kauften die Unternehmen in 2008 geringere Deckungssummen ein. Im europäischen Durchschnitt reduzierte sich die Deckungssumme von 34 auf 32 Millionen Euro. Weltweit sank sie von 36 auf 31 Millionen Euro, so die Untersuchung. Demgegenüber blieb hierzulande die durchschnittliche Haftungsdeckung mit 26 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Die vereinbarte Deckungssumme gibt an, wie viel ein Versicherer im Schadensfall maximal zu leisten hat.

Gefährlicher Spartrend

Gleichzeitig führten laut Marsh die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die zunehmende Regulierungsdichte zu einem weiter verschärften Haftungsumfeld. Die Schwelle zur Bewertung für gefährliche Produkte sinke weiter. So habe die europäische Datenbank Rapex, die als Frühwarnsystem dient, Ende 2008 bereits 1.800 ?unsichere und gefährliche? Produkte gelistet. Zwei Jahre zuvor waren es erst 1.050, in 2004 lediglich 468. Laut Studie steigen die Haftungsrisiken auch in Asien.

Somit stehen einer sinkenden Absicherung tendenziell steigende Risiken gegenüber, so die Studie. Insbesondere in Zeiten geringer Liquiditätsreservern sei dies eine gefährliche Entwicklung.

?Haftungsverschärfungen und rezessionsbedingt geringere Liquiditätsdecken machen eine generelle Reduzierung der Deckungssummen gefährlicher denn je?, so Nicole Mattersberger, Fachbereichskoordinatorin Haftpflicht International bei Marsh in Frankfurt. ?Wer Kosten senken muss, sollte in einem sorgfältigen Risikomanagementprozess seinen Versicherungsbedarf spezifizieren und selektiv handeln.? (mo)

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