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16. September 2009, 00:00
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Kfz-Versicherungen: Simon-Kucher warnt vor Preiskampf 2.0

Die steigende Anzahl von Online-Portalen, die Kunden einen Vergleich von Kfz-Policen ermöglichen, heizt nicht nur den Preiskrieg in der Branche weiter an, sondern sorgt auch dafür, dass Vermittler in die Röhre gucken und der Direktvertrieb punktet. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners.

Die Förderung des Portalgeschäfts im Bereich der Autoversicherung bewirke, dass die Bedeutung der absoluten Prämienhöhe abnimmt, schließen die Experten von Simon-Kucher. Kunden würden so dazu erzogen, einfach den günstigsten Anbieter aus einer Liste zu wählen.

Dadurch, dass Angebote auf den Preis reduziert werden, stünden die klassischen Außendienst- und Maklerversicherer im unmittelbaren Preisvergleich mit Direktversicherern schlecht da, so die Analyse. In den Hintergrund gerieten dabei Produktleistungen, Beratung oder Service – eben die Felder, mit denen Vermittler punkten können.

“Folglich werden Direktversicherer noch stärker über den Preis attackieren, klassische Versicherer können ihre Vorteile nicht vermitteln und damit auch nicht ihre Prämienaufschläge rechtfertigen. Die Konsequenz ist Preiskrieg pur”, erklärt Studienautorin Verena Beeck.

Die von Simon-Kucher befragten Versicherungsmanager wollen indes nicht untätig sein. Die Auseinandersetzung soll vor allem über einen verstärkten Leistungs- und Servicewettbewerb geführt werden. Allerdings würde, so die Studie, ergänzend dazu ein Großteil auch auf die verstärkte Vermarktung der Angebote über Portale setzen. “Damit wäre ganz klar eine neue Qualität im bisherigen Preiskampf erreicht”, sagt Beeck.

Unklar sei, wie die klassischen Versicherer das preisaggressive Portalgeschäft meistern können. Nach Ansicht von Simon-Kucher sollten sie sich, statt der direkt vertreibenden Konkurrenz nachzueifern, lieber auf die eigenen Stärken besinnen und nicht am Preiskampf beteiligen.

So lohne es sich zum Beispiel, in Produktinnovationen mit echtem Kundennutzen zu investieren. Auch solle gezielt Vertriebssupport bereitgestellt werden, der die Kompetenz der Vermittlerschaft stärkt. (hb)

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