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16. Januar 2009, 00:00
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Lebensversicherer senken Rückkaufswerte

Um dem harten Wettbewerb standzuhalten, haben die Anbieter von Lebensversicherungen trotz Finanzkrise kaum etwas an der Verzinsung der Policen verändert – dafür sinken zu Lasten der Kunden Ablaufleistung und Rückkaufswerte.

Einige Anbieter haben zwar die laufende Überschussbeteiligung stabil gehalten, jedoch die Ablaufleistung und die Rückkaufswerte deutlich gesenkt, teilt die Ratingagentur Franke & Bornberg (F&B), Hannover, mit. „Ganz offensichtlich gestalten einige Versicherer ihre Tarife stark nach Merkmalen, nach denen im Vertrieb oft verglichen wird“, so die Mitteilung.

Diese Veränderungen seien auf den ersten Blick kaum erkennbar, haben aber große Bedeutung für die Kunden, da ein erheblicher Anteil aller Verträge in Deutschland vor dem geplanten Ablauf storniert wird. Hier ist in erster Linie nicht die Höhe der Überschusssätze oder möglichen Ablaufleistungen, sondern die Gestaltung der Rückkaufwerte entscheidend. Es sei auffallend, dass einige Anbieter zwar ihre Überschussbeteiligung und Ablaufwerte marginal senken, während Rückkaufswerte stärker reduziert wurden. Eine Orientierung an Ablaufleistungen kann somit zur Falle für den Kunden werden, so F&B.

Eine Analyse klassischer Rentenversicherungen zeigt, dass beispielsweise die Europa den durchschnittlichen Rückkaufswert um 4,86 Prozent und die Ablaufleistung um 9,5 Prozent gesenkt hat. Beim Branchenprimus Allianz zeigt die Beispielrechung eine um 5,2 Prozent geringere Ablaufleistung und rund minus vier Prozent beim Rückkaufswert.

Auch Tarife, die statt Rückkaufswerten nur beitragsfreie Renten bieten, seien nach wie vor auf dem Markt, teilt die Ratingagentur mit. Für den Kunden bedeute dies bei Kündigung, dass er direkt kein Geld ausgezahlt bekommt, sondern den Vertrag ohne Beiträge weiterführen muss. (hi)

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