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4. Juni 2009, 00:00
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Nachfrage nach Basistarif doch höher als erwartet?

Die Nachfrage nach dem Basistarif könnte nach Einschätzung des Bunds der Versicherten (BdV) größer sein als es die Assekuranzen bislang zugegeben haben. Diese Vermutung stützt auch eine Umfrage des Verbandes, bei der 1.680 Versicherte befragt wurden. Ergebnis: Rund 20 Prozent der privat Krankenversicherten können sich einen Wechsel in den Basistarif vorstellen. Auch in Versicherungskreisen mehren sich entsprechende Anzeichen für diese These, so der BdV.

Indes könnte sich der mit der jüngsten Gesundheitsreform ins Leben gerufene Basistarif nach BdV-Ansicht als teurer Flop erweisen. ?Dieser Systemfehler wird zwangsläufig zu Verwerfungen führen. Leider haben die Politiker viel zu lange in Zweckoptimismus gemacht ? und den Ernst der Lage offenbar bis heute nicht erkannt?, sagt BdV-Vorstandsvorsitzende Lilo Blunck.

Die Kunden des Basistarifs werden nach Ansicht des BdV die Vollversicherten belasten. Denn wenn sich der Basistarif in der Gesamtrechnung nicht selbst trage, müssten entstehende Differenzen mit den Beiträgen der Vollversicherten ausgeglichen werden.

Kommende Woche wird in Karlsruhe ein Urteil gefällt, das den Basistarif laut BdV mindestens ins Wanken bringen kann. Der Verband war in der Sache als Gutachter aufgetreten. Blunck dazu: ?Mit Spannung erwarten wir deshalb die Entscheidung, die am 10. Juni fallen wird. Das Bundesverfassungsgericht wird hoffentlich die schlimmsten Verwerfungen glätten.? (mo)

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