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8. Januar 2009, 00:00
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Regierung will Einschnitte beim Krankengeld zurücknehmen

Gesetzlich versicherte Selbständige sollen nach dem Willen der Großen Koalition wieder einen Anspruch auf Krankengeld erhalten, der erst mit der Einführung des Gesundheitsfonds am 1. Januar gestrichen worden ist.

Selbstständige sowie Arbeitnehmer mit Kurzzeitverträgen sollen wie alle abhängig Beschäftigten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von der siebten Krankheitswoche an einen Anspruch auf die Lohnersatzleistung erhalten. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Voraussetzung für den Erhalt eines Krankengeldes sei, dass sie den normalen Kassenbeitrag von 15,5 Prozent zahlen.

Erst zu Jahresbeginn war die Leistung gestrichen worden. Die Betroffenen konnten sich stattdessen über einen private Zusatztarif oder einen speziellen Wahltarif ihrer Kasse versichern. Nach Einschätzung des PKV-Verbands sind rund eine Million Bundesbürger betroffen.

Für ältere Versicherte sind private Zusatzpolicen aber meist sehr teuer und viele gesetzliche Kassen können keinen passenden Wahltarif anbieten. Daher sollen die Betroffenen nun wählen können, ob sie den normalen Beitragssatz an ihre Kasse zahlen und das gesetzliche Krankengeld beziehen können. Alternativ sollen sie einen Tarif mit ermäßigtem Beitrag wählen können und würden dann aber auf die finanzielle Absicherung verzichten, berichtet Reuters weiter.

Details werden noch verhandelt

Nach wie vor klaffe bei Selbstständigen eine Versorgungslücke in der Krankheitsphase vor der siebten Woche, in der abhängig Beschäftigte die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung von ihrem Arbeitgeber erhalten. Unter dem alten Recht hatten einige Kassen Selbstständigen schon zu einem früheren Zeitpunkt Krankengeld gewährt, so die Meldung.

Über Details des Krankengeldes solle weiter verhandelt werden, will die Agentur aus „Koalitionskreisen“ erfahren haben. Der Spitzenverband GKV habe die Lösung der Koalition als „guten Schritt“ bezeichnet. Die Versorgungsmöglichkeiten für freiwillig gesetzlich Versicherte würden dadurch ausgeweitet. SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann sagte gegenüber Reuters, ihre Partei sei mit der Nachbesserung zufrieden. (hi)

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