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1. Juli 2009, 00:00
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Versicherungsombudsmann: Beschwerden nehmen zu

Die Zahl der beim Versicherungsombudsmann eingegangenen Beschwerden ist in 2008 um 7,1 Prozent auf über 18.800 Fälle gestiegen. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht, teilte Ombudsmann Professor Dr. Günter Hirsch auf der Jahrespressekonferenz in Berlin mit.

Erstmalig wurden Beschwerden gegen Versicherer und Vermittler getrennt dargestellt. Insgesamt betrafen die meisten Beschwerden Lebens- und Rentenversicherungen, nämlich 41 Prozent der Unternehmens- und 32 Prozent der Vermittlerbeschwerden. Dies sei in erster Linie mit der Komplexität der Produkte zu erklären, die in ihrer konkreten Ausgestaltung einem Laien nur schwer verständlich zu machen seien. An reinen Beschwerden gegen Vermittler zählte die Ombudsstelle im letzten Jahr 461 Fälle.

Die besondere Situation der Lebens- und Rentenversicherung schlug sich, wie bereits in den Vorjahren, auch in der Erfolgsstatistik nieder, so der Ombudsmann. Lag die Erfolgsquote für sämtliche Sparten, mit Ausnahme der Lebens- und Rentenversicherung, bei 37 Prozent der beendeten Verfahren (2007: 39 Prozent), führten Beschwerden zu Lebens- und Rentenversicherungen nur in 16 Prozent der Fälle zum Erfolg (2007: 14 Prozent).

Dokumentation oft unzulänglich

Ombudsmann Hirsch betonte im Rahmen der Veranstaltung die Pflicht zur Beratung und Dokumentation nach dem 2008 neu in Kraft getretenen Versicherungsvertragsgesetz. Nach seinen bisherigen Erfahrungen sei ?die Dokumentation der Beratung im Zusammenhang mit einem Vertragsschluss ein ausgesprochener Schwachpunkt.?

Lesen Sie ein ausführliches Interview mit Ombudsmann Professor Dr. Günter Hirsch in der neuen Cash.-Ausgabe ? ab 16. Juli am Kiosk erhältlich. (mo)

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