Anzeige
8. Dezember 2010, 13:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Signal aus München: Allianz senkt Überschussbeteiligung

Der Branchenführer Allianz Deutschland reduziert zum zweiten Mal in Folge seine Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung. Man rechne „auf absehbare Zeit“ nicht mit steigenden Anleihe-Zinsen, so die Begründung. Wettbewerber Ergo hat umgehend gekontert.

Meldung-Allianz-127x150 in Signal aus München: Allianz senkt ÜberschussbeteiligungDie laufende Verzinsung der Sparanteile von Allianz-Leben-Kunden fällt im kommenden Jahr von 4,3 auf 4,1 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Versicherer seine Überschussbeteiligung erstmals seit sechs Jahren gesenkt.

Zur laufenden Verzinsung kommen 0,6 Prozent aus Schlussüberschuss und Beteiligung an den Bewertungsreserven, sodass die Gesamtverzinsung der Sparanteile 2011 bei mindestens 4,7 Prozent liegen soll.

Vergangene Woche hatten bereits der Direktversicherer Europa und die Nummer zwei im Lebensversicherungsmarkt R+V ihre Verzinsung heruntergefahren. In der Regel wartet die Branche jedoch auf das richtungsweisende Signal vom Marktführer aus München und gibt dann seine Deklarationen bekannt. Es ist also zu erwarten, dass weitere Gesellschaften ihre Überschussbeteiligungen senken.

Ergo-Leben: Laufende Verzinsung bleibt stabil

Dazu zählt zumindest die Ergo Lebensversicherung nicht, wie das Unternehmen unmittelbar im Anschluss an die Allianz-Mitteilung bekanntgab. Der Wettbewerber liegt mit seiner laufenden Verzinsung von vier Prozent allerdings bereits unter dem Branchenschnitt.

Vor Jahresfrist hatten die damals noch als separate Marken auftretenden Ergo-Gesellschaften ihre Überschussbeteiligungen bereits überwiegend nach unten korrigiert. Die Gesamtverzinsung für Sparanteile der Ergo-Leben-Kunden soll im kommenden Jahr bei 4,55 Prozent liegen.

Ergo-Vorstand Daniel von Borries räumte zudem ein, dass bei “bestimmten Einmalbeitragsversicherungen” gezielt Anpassungen an die aktuelle Marktentwicklung vorgenommen werden sollen. „Wir verändern die Konditionen für Einmalbeitragsprodukte, die einen kurzfristigen Anlagehorizont haben“, erläuterte von Borries die Entscheidung.

Hintergrund: Die Gesamtverzinsung auf die Sparbeiträge von Lebensversicherungen setzen sich aus laufender Verzinsung, Schlussgewinn und Beteiligung an den stillen Reserven zusammen. An den Überschüssen, die über den gesetzlichen Garantiezins von 2,25 Prozent hinausgehen, beteiligen die Versicherer ihre Kunden. In welchem Umfang dies geplant ist, muss im Vorfeld des Geschäftsjahres bekanntgegeben werden. (hb)

Foto: Allianz

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Renten sollen um 1,9 (West) und 3,6 Prozent (Ost) steigen

Die Renten in Deutschland sollen Mitte des Jahres um 1,9 Prozent im Westen und 3,6 Prozent im Osten steigen. Das teilte das Bundessozialministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West. Bisher lag er bei 94,1 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Legg Mason legt neuen High-Yield-Fonds für Instis auf

In Deutschland haben viele Anleger immer noch stark mit den negativen Realzinsen zu kämpfen. Legg Mason will von diesem Trend profitieren und bietet ein Fonds, der in hochverzinsliche Wertpapiere anlegt, für professionelle Investoren an.

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...