Anzeige
Anzeige
24. November 2011, 13:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DIW-Studie: Riester-Bilanz enttäuschend

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat eine Reformierung der Riester-Rente gefordert: Sie biete zu häufig eine schlechte Rendite.

Sparen-127x150 in DIW-Studie: Riester-Bilanz enttäuschendZehn Jahre nach Einführung der Riester-Rente hat eine DIW-Studie eine „enttäuschende Bilanz“ gezogen. Eingriffe der Politik haben sich negativ auf die zu erwartende Rendite der Anleger ausgewirkt, so die DIW-Expertin für Verbraucherpolitik Kornelia Hagen. Hinzu kämen hohe Gebühren und intransparente Kalkulationsgrundlagen, die das Bild trüben.

„Die Riester-Produkte haben sich seit ihrer Einführung zu Ungunsten der Sparer entwickelt“, sagt Hagen. Dafür seien insbesondere eine unzureichende Regulierung der Kalkulationsregeln und eine Verschlechterung der staatlichen Zertifizierung verantwortlich.

Vor allem die Akzeptanz im unteren Einkommensbereich ist nach Meinung der DIW-Experten viel zu gering: So hätten in diesem Bereich bislang deutlich weniger als 40 Prozent der Anspruchsberechtigten einen Riestervertrag abgeschlossen. Der Anteil der Riester-Sparer unter westdeutschen Männern mit Hochschulabschluss ist mit gut 35 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe mit niedrigem Bildungsabschluss, so die Studienmacher.

Damit die Riester-Rente die Altersvorsorge für die Bevölkerung, wie vorgesehen, verbessern kann, müsse sie dringend grundlegend reformiert werden, fordert Hagen. Demnach sollte vor allem die Transparenz und Vergleichbarkeit erhöht werden, etwa durch standardisierte Kosteninformationen, eine inhaltlich bewertende Zertifizierung der Riester-Produkte sowie nachvollziehbaren Kalkulationsgrundlagen. Zudem müssten Wechselkosten wegfallen, so Hagen.

Hagen hatte gemeinsam mit Johannes Geyer vom DIW Berlin und dem Versicherungsmathematiker Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten e.V. die Riester-Rente untersucht. (lk)

Foto: Shutterstock


Anzeige

1 Kommentar

  1. Und wen überrascht das jetzt ? Die Bundesregierung hat die einmalige Chance gehabt, etwas ganz einfaches bei der Einführung der Riesterrente zu schaffen: Angegliedert an die Datenbank der Deutschen Rentenversicherung eine kapitalgedeckte staatliche Riesterrente mit minimalen Gebühren einzuführen. Aber, dann hätte niemand den Vertrieb übernommen, kein Mensch hätte eine Rente abgeschlossen. Also hat man die “Wölfe” der Finanzwelt dazu animiert, die ( Schaf-) herde der Bundesbürger zu “hüten”. Vertriebe kosten Geld, erreichen aber viel. Und nun wird gejammert, das die Hüter der Herde sich für geleistete Arbeit gut ent- und belohnen ? Es bleibt spannend. Grüße Nils Fischer AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 29. November 2011 @ 18:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Bundestag beschließt Freigabe von Cannabis auf Rezept

Der Bundestag hat einstimmig die Freigabe von Cannabis als Medizin auf Rezept beschlossen. Ärzte können schwerkranken Patienten künftig Cannabis verschreiben, wenn diese etwa unter chronischen Schmerzen und Übelkeit infolge von Krebstherapien leiden. Die Krankenkassen müssen die Therapie dann bezahlen.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Ende der Globalisierung durch Trump?

Mit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident bricht für die Weltwirtschaft einer Studie der Schweizer Großbank Crédit Suisse zufolge eine neue Ära an. Der Amtseintritt könnte das Ende der Globalisierung bedeuten, wie wir sie kennen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichen Untersuchung “Getting over Globalization”.

mehr ...

Berater

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...