Anzeige
Anzeige
6. April 2011, 11:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Produktinformationsblatt: Kunden blicken immer noch nicht durch

Kostentransparenz-kein-durchblick in Produktinformationsblatt: Kunden blicken immer noch nicht durch

Das durch das Anlegerschutzgesetz vorgeschriebene Produktinformationsblatt verfehlt in vielen Fällen sein Ziel. Einer Studie zufolge ist sich die Mehrzahl der Bank- und Versicherungskunden beim Vertragsabschluss nicht sicher, was sie mit dem sogenannten Beipackzettel unterschreibt.

Nur für 36 Prozent der Kunden sind die Produktinformationen, die ihnen von ihrer Bank oder Versicherung ausgehändigt wurden, gut verständlich, wie eine repräsentativen Umfrage des Europäischen Instituts für verständliche Information (Exameo) sowie der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zeigt.

Jeder vierte der 1.000 Befragten gab an, bei dem ihm zuletzt angebotenen Finanzprodukt aufgrund der unverständlichen Produktinformationen den Abschluss verweigert zu haben. Die meisten von ihnen dürften dabei “Wiederholungstäter” sein, so die Studienmacher. Mehr als 60 Prozent der Bank- und Versicherungskunden hätten in den vergangenen Jahren mit derselben Begründung schon mindestens einmal vom Kauf eines Finanzprodukts Abstand genommen.

Dass knapp jeder fünfte Kunde trotz zu komplizierter Vertragsunterlagen einen Abschluss getätigt hat, sollte dabei für die Branche kein Trost sein, meinen die Marktforscher. Oft seien zeitintensive Nachverhandlungen und eine hohe Stornoquote die Folgen solcher “Verkaufserfolge”. Auch die im Vertrieb immer wichtiger werdenden Weiterempfehlungen seien von diesen Kunden nicht zu erwarten.

Dabei sind die Wünsche der Kunden der Umfrage nach eindeutig. Für 71 Prozent von ihnen gehört eine verständliche Produktbeschreibung zu den drei wichtigsten Entscheidungsfaktoren beim Abschluss eines Versicherungs- oder Bankvertrags. Damit rangiert dieser Punkt deutlich vor einem günstigen Preis (62 Prozent) und einer insgesamt vertrauensvollen Beratung (50 Prozent).

Hintergrund: Der von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) seit mehr als einem Jahr geforderte standardisierte Beipackzettel soll Anleger auf einen Blick über die Risiken von Finanzprodukten informieren. Nach langem Herumlavieren hat die deutsche Kreditwirtschaft Mitte März einen einheitlichen Standard für Produktinformationsblätter vorgestellt. (hb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...