Anzeige
15. November 2012, 08:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mindestrente sichern – aber wie?

Fast 40 Prozent aller Bundesbürger befürchten, dass sie mit ihren Rentenansprüchen unterhalb der Grenze liegen, bei der in Fachkreisen von Altersarmut gesprochen wird. Dies besagt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

Mindestrente

Allerdings spielt bei dieser Einschätzung ein hohes Maß an Unsicherheit hinein, betont das DIA, denn 30 Prozent der Befragten können ihr zukünftiges Alterseinkommen nicht einschätzen und 25 Prozent wissen nicht, ab welcher Einkommensgrenze man gemeinhin von Altersarmut spricht.

Mindestlöhne und betriebliche Altersvorsorge

Laut DIA-Sprecher Klaus Morgenstern ist die Altersarmut von zentraler Bedeutung für die Bundesbürger, die Präventivmaßnahmen zur Sicherung einer Mindestrente, wie die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne, nachträglicher Reparaturbemühungen vorziehen.

Insgesamt befürworten 62 Prozent der Befragten gesetzliche und tarifliche Mindestlöhne zur Sicherstellung einer Mindestrente.

An zweiter Stelle mit einer Zustimmung von 55 Prozent wurde die betriebliche Altersversorgung genannt, im Rahmen derer sich sowohl der Arbeitgeber als auch der Staat die anfallenden Kosten teilen.

Erstaunlich ist die Tatsache, dass sich ein Drittel der Befragten für eine gänzliche Abschaffung der privaten Altersvorsorge ausspricht. Das höhere verfügbare Einkommen solle demnach die Steigerungen des Beitragssatzes in der Rentenversicherung ausgleichen, um eine Absenkung des Rentenniveaus zu vermeiden.

Problem erkannt – Lösung unbekannt

Einigkeit besteht laut Morgenstern hauptsächlich in der allgemeinen Einsicht, dass die aktuelle gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreicht. Bei den konkreten Maßnahmen herrscht sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik Uneinigkeit.

Die auf dem Koalitionsgipfel in Berlin vereinbarte Einführung einer Lebensleistungsrente ist nach Einschätzung des DIA ein Kompromiss auf niedrigstem Niveau.

Das Konzept missachte das Präventionsprinzip und setze zudem falsche Anreize. Eigenvorsorge im Alter impliziere jahrelangen Konsumverzicht der nicht dadurch sanktioniert werden dürfe, dass im Rentenalter eine Gleichstellung mit konsumorientierten Vorsorgemuffeln geschehe. (nl)

Anzeige

1 Kommentar

  1. Hallo,
    eine wirklich interessante Umfrage! Besonders spannend finde ich den Ansatz die private Altersvorsorge abzuschaffen. Fraglich ist nur ob das dadurch verfügbare Einkommen wirklich ausreicht um den Auswirkungen der Demografischen Entwicklung entgegen zu wirken.

    Kommentar von Michael — 18. November 2012 @ 13:31

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...