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6. September 2012, 13:07
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SEPA: Kleine und mittlere Versicherer mit Defiziten

Mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Versicherer seien noch nicht ausreichend auf den einheitlichen Euro-Zahlungsraum SEPA vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktbeobachtung der Hamburger Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting.

Mark Hertting, Steria Mummert Consulting

Mark Hertting, Steria Mummert Consulting

Während große Versicherer die Umstellung auf SEPA meist sauber angehen, fehle den kleineren Marktteilnehmern noch das Empfinden für die nötige Dringlichkeit, teilt das Beratungshaus mit. Zudem fehle es an der „richtigen Priorisierung der Aktivitäten“. Die Unternehmen sollten sich kurzfristig Klarheit über die notwendigen Handlungsfelder verschaffen und diese in der Planung für 2013 berücksichtigen, rät Mark Hertting, Versicherungsexperte von Steria Mummert Consulting.

Der offizielle SEPA-Start beginnt im Februar 2014. Hertting mahnt allerdings zur Eile: „Versicherer, die sich erst 2013 mit SEPA beschäftigen und Anfang 2014 live gehen, sind spät dran. Wegen einer zu erwartenden Jahresendrally sowie Vorlaufzeiten für die Umstellungsinformationen an Kunden ist eine Umsetzung bis spätestens Oktober 2013 notwendig“, so der Experte. Für diesen Zieltermin müssten die Vorbereitungen bereits jetzt starten. Ein enger SEPA-Zeitplan führe außerdem dazu, dass eine Risikobetrachtung oft außen vor bleibe. Aufgrund fehlender Berücksichtigung von Abhängigkeiten drohen darüber hinaus empfindliche Engpässen in der Umsetzung, meint Berater Hertting.

Versicherer, die allein auf den Einsatz von Standardsoftware-Lösungen setzen, gehen laut Steria Mummert Consulting ein Risiko ein. Diese allein könnten die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen von SEPA nicht bis zum Zieltermin sicherstellen, heißt es. „Weitere Anpassungsaktivitäten wie zum Beispiel eine Delta-Lösung für fehlende Funktionalitäten oder prozessuale Anforderungen wie Mandatsverwaltung und Pre-Notification sind erforderlich. Zudem haben auch noch nicht alle Anbieter von Standardsoftware ihre Hausaufgaben gemacht. Auch hier lohnt sich ein kritischer Blick auf die SEPA-Lastenhefte“, sagt Hertting. Mitarbeiter-Schulungen würden gewährleisten, dass alle Projektbeteiligten über die wesentlichen Punkte informiert sind und an einem Strang ziehen, ergänzt der Fachmann. (lk)

Foto: Steria Mummert Consulting

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