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25. Januar 2012, 16:14
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„Wir liegen erst bei 50 Prozent“

Dr. Markus Arnold ist Leiter des Firmenkundengeschäfts beim Versicherer Allianz Leben und Vorstand der Allianz Pensionsfonds AG. Cash. befragte ihn zur aktuellen Situation sowie zu den künftigen Trends in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV).

Dr. Markus Arnold, Allianz LebenCash.: Wie schätzen Sie für 2012 das Marktpotenzial der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland ein?

Arnold: Trotz stetigen Wachstums in den vergangenen zehn Jahren besteht in der bAV nach wie vor Nachholbedarf. Der Anteil der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft mit einer bAV-Anwartschaft liegt erst bei gut 50 Prozent. Zudem reichen viele Anwartschaften der Höhe nach noch nicht aus, damit die bAV, als zweite Säule in der Altersvorsorge, die ihr zugedachte Ergänzungsfunktion vollständig erfüllen kann.

Cash.: Was muss geschehen?

Arnold: Um insbesondere die unteren Einkommensgruppen noch besser zu erreichen, sind sowohl die Tarifparteien als auch Arbeitgeber und Anbieter gefragt. Beispielsweise lassen sich viele Mitarbeiter, die an der herkömmlichen Entgeltumwandlung nicht teilnehmen, über intelligente „Opting-Out-Modelle“ erreichen (Anm. der Redaktion: Opting-Out bedeutet, dass ein bAV-Abschluss automatisch zu Stande kommt. Mitarbeiter, die das nicht wollen, müssen ausdrücklich widersprechen).

Cash.: Müssen Arbeitgeber im Rahmen der bAV-Beratung mehr tun?

Arnold: Im Hinblick auf die Interessen der Arbeitgeber gibt es produktseitig mit der Direktversicherung und Pensionskasse schon heute sehr einfache Lösungen mit minimalem Risiko und Verwaltungsaufwand für die Arbeitgeber. Die Herausforderung besteht wie gesagt vor allem darin, die Mehrheit der Mitarbeiter zu erreichen. Schlüssel hierfür bleibt eine qualifizierte Beratung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, idealerweise flankiert durch zusätzliche Anreize des Arbeitgebers. Weit verbreitet und bewährt ist dabei die Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis in Form von Zuschüssen zur Entgeltumwandlung.

Seite 2: Arnold über Zuschussrente und Trends bei den Durchführungswegen

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