Anzeige
Anzeige
28. Februar 2013, 12:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Allianz Deutschland ruft Trendwende im Sachgeschäft aus

Der Versicherer Allianz Deutschland AG hat im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 27,9 Milliarden Euro erzielt und damit das Vorjahresergebnis von 28,2 Milliarden Euro knapp verfehlt (minus 0,9 Prozent). Die Sachversicherung konnte mit einem Umsatzplus von zwei Prozent erstmals seit 2004 wieder wachsen.

Dr. Markus Rieß, Allianz Deutschland

Dr. Markus Rieß, Allianz Deutschland AG

Wie das Unternehmen am Donnerstag im Rahmen der Jahrespressekonferenz in Unterföhring mitteilte, wuchs das operative Ergebnis um 47,1 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro (2011: 1,4 Milliarden Euro, siehe Grafik unterhalb). Das Jahresergebnis 2012 stieg um 133 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro (2011: 0,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung gehe auf ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis der Schaden- und Unfallversicherung zurück, so die Allianz. Der Gewinn der Sparte hat sich fast verdoppelt.

Trendwende im Sachgeschäft

Man habe damit die Trendwende in der Sachversicherung bestätigt, erklärte Allianz-Deutschland-Chef Dr. Markus Rieß. Dies sei ein Erfolg der 2010 eingeleiteten Wachstums-, Schaden- und Kostensenkungsmaßnahmen, so Rieß. Erstmals seit 2004 sei die Sparte mit einem Umsatzplus von 2,0 Prozent wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die Schaden-Kostenquote, die in der Sachversicherung das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu den verdienten Beiträgen abbildet, sank um 6,1 Prozentpunkte auf 96,8 Prozent.

Kfz-Versicherungsgeschäft verbessert, aber weiter defizitär

Defizitär bleibt hingegen auch weiterhin das Kfz-Versicherungsgeschäft der Allianz. Zwar legten die Beitragseinnahmen um 3,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu, womit das Unternehmen die führende Marktposition in der Autoversicherung nach Prämieneinnahmen behauptete. Doch die Combined Ratio liegt trotz Verbesserungen mit 106 Prozent weiter im negativen Bereich.

Zum Jahresende 2012 waren – wie im Vorjahr – 8,1 Millionen Fahrzeuge bei der Allianz versichert. Bei den Neu- und Mehrbeiträgen verzeichnete die Kraftsparte ein Plus von 4,1 Prozent auf 752 Millionen Euro.

Umsatzminus in der Lebensversicherung

In der Lebensversicherung sank der Umsatz um 0,9 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro. Grund hierfür seien wegfallende Einmalbeiträge. Die laufenden Beitragseinnahmen stiegen um 2,4 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro.

 

Dr. Markus Rieß, Allianz Deutschland

Mehr Kunden Allianz krankenversichert, Unisex-Regelung sorgt für Beitragssprung bei Männern

Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung stiegen um 2,0 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Dabei wuchsen die Beitragseinnahmen in der Vollversicherung um 1,4 Prozent, in der Zusatzversicherung um 4,8 Prozent. Die Allianz Krankenversicherung verzeichnet mit 2,5 Millionen Personen 2,8 Prozent mehr Versicherte als im Vorjahr.

Dabei haben sich vor allem aufgrund der seit 21. Dezember 2012 geltenden Unisex-Tarife die Beiträge im Neugeschäft teilweise deutlich erhöht (siehe Grafik unterhalb).

 

Dr. Markus Rieß, Allianz Deutschland

Windkraft statt Fracking

Die Versicherungsgesellschaften der Allianz Deutschland verfolgten nach eigenen Angaben auch 2012 eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie. Aufgrund der breiten Diversifikation des Anlagevolumens habe man die Auswirkungen der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten sowie historisch niedriger Zinsen erfolgreich abfedern können, heißt es. Die verwalteten Anlagen wuchsen um zehn Prozent auf 236,1 Milliarden Euro. Das Kapitalanlagenergebnis stieg auf 11,3 Milliarden Euro (2011: 9,1 Milliarden Euro). Dabei seien einmalige Veräußerungsgewinne aus dem Kapitalanlagenmanagement wirksam, da die Kranken- und die Lebensversicherung die durchschnittliche Laufzeit ihrer festverzinslichen Anlagen erhöht hätten.

Zugleich betonte Rieß, dass man einen kontinuierlichen Ausbau der Windkraftinvestitionen anstrebe. Investitionen in ein neues Vefahren zur Gewinnung von Erdgas, dem sogenannte Fracking, seien nicht geplant.

Getrübter Ausblick auf das laufende Jahr

Für das laufende Jahr prognostiziert die Allianz Deutschland AG einen stagnierenden Umsatz und einen rückläufigen operativen Gewinn, der allerdings deutlich über dem Niveau von 2011 liegen werde. Grund hierfür sei das rückläufige Kapitalanlagenergebnis und Restrukturierungsaufwendungen für das deutlich zurückgefahrene Bankgeschäft. Der Umsatz dürfte 2013 etwa das Niveau des Vorjahrs erreichen, heißt es.

Grafiken und Foto: Allianz Deutschland

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...