10. November 2014, 15:57

Analyse: bAV steht vor Professionalisierungsschub

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland wird sich nach einer Einschätzung der Unternehmensberatung Towers Watson in den kommenden Jahren deutlich professionalisieren. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen ihre gesamte bAV-Wertschöpfungskette durchdenken, sagt Dr. Michael Paulweber, bAV-Experte von Towers Watson.

bAV steht vor Professionalisierungsschub

Der Schlüssel zu mehr Effizienz in der bAV verbirgt sich laut Michael Paulweber vor allem in der Reduktion von Komplexität und der Automatisierung von täglichen Administrationsabläufen.

Paulweber ist der Ansicht, dass Unternehmen in Zeiten von allgemeinem Kostendruck nicht umhin kämen, auch die bAV stärker unter die Lupe zu nehmen. Demnach sind die Aufwände für die bAV-Administration in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Grund hierfür seien nicht zuletzt komplexe Pläne sowie gesetzliche Veränderungen, wie etwa der Reform des Versorgungsausgleichs, stellt der Berater fest.

“Deutliche Professionalisierungsschübe in der bAV zu erwarten”

Es sei erstaunlich, so Paulweber, dass viele Verantwortliche selbst großes Einsparpotenzial in der bAV-Verwaltung vermuteten. Daher seien in den nächsten Jahren “deutliche Professionalisierungsschübe” in der bAV zu erwarten, angefangen bei der Plangestaltung über die Kommunikation bis hin zu Prozessen und Organisation, führt der Experte aus.

Viele Arbeitgeber wollen laut Towers Watson eine bAV anbieten, die sich aus strategischen Gründen von anderen abhebt, und die zugleich Risiken begrenzt. Dieser Spagat führe häufig zu Versorgungswerken, “die komplex und aufwändig zu verwalten sind”.

Paulweber: Komplexität reduzieren und mehr Automatisierung wagen

Der Schlüssel zu mehr Effizienz verberge sich vor allem in der Reduktion von Komplexität und der Automatisierung von täglichen Administrationsabläufen, so Paulweber. Auch in der Kommunikation gebe es enorme Einsparmöglichkeiten.

Unternehmen sollten zudem auf moderne und flexible Technologien zurückzugreifen – beispielsweise Portale, mobile Applikationen, Online-Auszüge des bAV-Kontos oder elektronische Anträge auf Entgeltumwandlung anstelle von Briefen oder papiergebundenen Formularen. (lk)

Foto: Towers Watson


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