Anzeige
7. Mai 2014, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bewertungsreserven: “Nicht überstürzt kündigen”

Eine mögliche Gesetzesänderung zu den Bewertungsreserven sollte nicht zu einer überstürzten Kündigung der Lebensversicherung führen, raten der Luxemburger Policenkäufer Partner in Life und der Policenhändler Deutscher Policenmakler. Zu prüfen sei, ob ein Wegfall der Bewertungsreserven von der Verzinsung in der restlichen Laufzeit aufgeholt werden kann.

Bewertungsreserven

Dean Goff weist darauf hin, dass die Wertentwicklung der Police wichtiger sei, als die Höhe der Bewertungsreserven.

“Generell kann sich eine Kündigung nur für die Versicherten lohnen, deren Police sich im letzten Drittel der Laufzeit befindet“, sagt Dean Goff, Vorstand der Partner in Life S.A. Denn diese Policen könnten den Wegfall der Bewertungsreserven über die restliche Laufzeit nicht mehr aufholen. So gibt es laut Goff Verträge, in denen die Bewertungsreserven satte zehn Prozent des Vertragswertes ausmachen.

Komplizierte Standmitteilungen

Ob dies auf den eigenen Vertrag zutrifft, lässt sich allerdings nicht auf den ersten Blick beurteilen. Einerseits, weil es für Laien schwer ersichtlich sei, aus den jährlichen Standmitteilungen die tatsächliche Höhe der Bewertungsreserven herauszulesen. Andererseits seien viele Versicherer dazu übergegangen, so Goff, die Bewertungsreserven gar nicht mehr auszuweisen.

“Wer Klarheit haben möchte, der sollte sich Rat bei seinem Berater sowie den Verbraucherzentralen suchen oder seine Police von unabhängigen Unternehmen wie uns bewerten lassen”, sagt Goff.

“Wertentwicklung wichtiger als Höhe der Bewertungsreserven”

Der Experte weist zudem darauf hin, dass die Wertentwicklung der Police wichtiger sei, als die Höhe der Bewertungsreserven. Ein Vertrag, dem nur noch wenige Jahre bis Ablauf verbleiben, sei beispielsweise unter bestimmten Voraussetzungen als kündigungswürdig einzustufen:

Dies kann etwa Verträge betreffen, die zwar eine stabile Wertentwicklung zeigen, jedoch aktuell zwölf Prozent an variablen und damit reduzierbaren Teilen (Anteil an den Bewertungsreserven, Sockelbeteiligung, Schlussüberschüsse etc.) aufweisen. Fallen die variablen zwölf Prozent weg, verliere der Vertrag in den verbleibenden Jahren jedes Jahr an Wert.

Wie werthaltig die eigene Police tatsächlich sei und ob sie zukünftig vier Prozent mehr oder vier Prozent weniger pro Jahr erwirtschafte, lasse sich nur durch ein unabhängiges Policengutachten analysieren, so Goff. Dabei werden neben der erwarteten Wertentwicklung der Police Kosten für zusätzliche Versicherungsleistungen wie Berufsunfähigkeitsschutz ebenso aufgedeckt, wie Optimierungsmöglichkeiten, die die Rendite der Police steigern könnten. (lk)

Foto: Partner in Life

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...