Anzeige
Anzeige
29. April 2014, 09:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Zielgruppe ‘Best Ager’ wurde lange vernachlässigt”

Cash. sprach mit Branchenvertretern über die Vertriebsunterstützung in einer Welt, in der die Komplexität der Produktgestaltung stetig zunimmt und über den Wachstumsmarkt Wiederanlage.

Fondpolicen-versicherer in Zielgruppe Best Ager wurde lange vernachlässigt

Claude Hellers, Fidelity (oben links); Frank Trapp, Zurich (oben rechts); Claus Mischler, Standard Life (unten links); Markus Willmes, Axa

Cash.: In der Vermittlerschaft besteht der Wunsch nach einfachen Produkten. Die volatilen Kapitalmärkte erschweren es allerdings, diesem Wunsch vollumfänglich gerecht zu werden. Wie löst Ihr Haus den Spagat aus Komplexität und Einfachheit in der Produktgestaltung und in der Vertriebsunterstützung?

Frank Trapp, Zurich: Lebensversicherungen an sich sind erklärungsbedürftigere Versicherungsprodukte und erfordern eine kompetente fachliche Beratung. Teilweise erfordern fondsgebundene Produkte noch eine höhere Schulungsintensität für unsere Vertriebsmitarbeiter. Hierauf haben wir uns eingestellt und bieten vielfältige Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen an.

Außerdem stellen wir unsere Produkte so alltagstauglich wie möglich vor. Wir vergleichen zum Beispiel die Mechanismen unserer Produktlinie mit einer Autoreise, bei der der Anleger komfortabel und sicher an sein Ziel kommt, aber die richtige Route zu Beginn der Fahrt noch nicht kennt. Es wird verständlich dargestellt, was auf dem “Weg zur Altersvorsorge” alles passieren kann und was das Zurich-Produkt leistet. Bei diesen Darstellungen arbeiten wir mit allen denkbaren Medien, zum Beispiel auch mit Schulungsfilmen.

Dr. Claus Mischler, Standard Life: In der Vertriebsunterstützung geht es vor allem um Einfachheit. Wir müssen unseren Geschäftspartnern und unseren Maklern ermöglichen, sich in der Hauptzeit mit der Beratung zu beschäftigen und nicht mit der Administration.

Das fängt damit an, ein branchenweites, einheitliches Zugangssystem für den Makler zu schaffen, sodass sich dieser nur ein Passwort merken muss und er nicht völlig unterschiedliche Auswertungen von jedem Versicherungsunternehmen erhält.

Der Makler sollte in der Lage sein, mit mehreren Gesellschaften zusammenzuarbeiten, ohne fünf unterschiedliche Systeme bedienen zu müssen.

Markus Willmes, Axa: Ich möchte dabei ergänzen, dass es wichtig ist, das Thema Beratung in die Digitalisierung zu bringen, ohne dabei die Systeme dahinter zu vergessen. Das erfordert Investitionen, denn viele Geschäftsvorfälle geschehen noch nicht online, stattdessen wird immer noch viel Papier hin- und hergeschickt.

Claude Hellers, Fidelity: Die Ansprüche der Kunden im Fondspolicenbereich sind relativ ähnlich. Im Grunde genommen hat der Kunde drei Wünsche. Erstens: Wachstum erzielen. Zweitens: Sicherheit – er will sein Geld nicht verlieren. Und drittens: Flexibilität – über einen Teil seines Geldes will der Kunde regelmäßig verfügen. Der Berater muss Lösungen für diese Fragen finden, und die findet er auch über moderne Versicherungsprodukte.

Seite zwei: Rolle der Rendite in der Beratung

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

“Das wird zu niedrigeren Versicherungsprämien führen”

Martin Wehner, Leiter Private Kfz-Versicherung bei der Allianz Versicherungs-AG, sagt wie sich das autonome Fahren auf Versicherungsprämien, Haftung und Wettbewerb auswirken könnte.

mehr ...

Immobilien

BVID-Vorstand kritisiert WIKR

Neue Kritik an der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR): Dr. Joachim Klare, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Immobilienfinanzierer (BVID), bemängelt, dass die Richtlinie den Baufinanzierungsmarkt ohne Not einschränke.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank betont Stärke

Die gewaltigen Probleme der Deutschen Bank alarmieren Börse und Politik. Feilen Bundesregierung und Finanzaufseher bereits an einem Rettungsplan für den Fall einer bedrohlichen Schieflage des größten deutschen Geldhauses? “Diese Meldung ist falsch. Die Bundesregierung bereitet keine Rettungspläne vor”, stellte das Finanzministerium am Mittwoch klar.

mehr ...

Berater

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG hat das zweite Fondsobjekt für den geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) „publity Performance Fonds Nr. 8“, der sich aktuell in der Platzierung befindet, erworben.

mehr ...

Recht

BaFin untersagt erneut unerlaubte Geschäfte

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Ahmed Salameh, Augsburg, mit Bescheid vom 12. September 2016 aufgegeben, das Einlagengeschäft sowie die Anlageverwaltung einzustellen und abzuwickeln.

mehr ...