4. November 2014, 11:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Honorarberatung: Makler haben Vorbehalte

Die Mehrheit der Makler hat eine skeptische Haltung gegenüber der Honorarberatung, so eine aktuelle Umfrage der Hamburger Vertriebsservice-Gesellschaft Maklermanagement.ag. Nur wenige Makler haben demnach bereits selbst praktische Erfahrungen mit der Honorarberatung gesammelt.

Honorarberatung-Makler-Abwehr in Honorarberatung: Makler haben Vorbehalte

Fast die Hälfte der Makler glaubt nicht, dass die Honorarberatung Vorteile für sie hat.

Der Umfrage zufolge zweifeln mehr als die Hälfte der Makler (55 Prozent) daran, dass sich die Honorarberatung in den kommenden Jahren etablieren wird. Zudem verneinen demnach 45 Prozent die Frage, “Glauben Sie, dass die Honorarberatung Vorteile für Sie hat?”.  Bisher haben allerdings nur wenige Makler eigene Erfahrungen mit dieser Form der Beratung gemacht.

Laut der Befragung haben immerhin 22 Prozent der Makler im vergangenen Jahr in bis zu jeder fünften Beratung gegen Honorar gearbeitet. Am häufigsten sei dies in den Bereichen betriebliche Altersvorsorge und biometrische Produkte, wie Pflege und Berufsunfähigkeitsversicherungen (52 Prozent) der Fall gewesen. 73 Prozent der befragten Makler hat demnach noch keine Honorarberatung durchgeführt.

 Makler zweifeln an Akzeptanz der Kunden

Makler, die eine positive Haltung zur Honorarberatung haben, begründen diese mit geringerer Stornogefahr (acht Prozent) sowie fairer Entlohnung und Transparenz (jeweils fünf Prozent). Als Nachteil der Honorarberatung werden der Umfrage zufolge am häufigsten mangelnde Akzeptanz von Kundenseite (17 Prozent), geringere Einnahmen (elf Prozent) und zu hohen Kosten (zehn Prozent) angeführt.

Honorarberatung-Makler in Honorarberatung: Makler haben Vorbehalte

Quelle: Maklermanagement.ag

Auch bei der Frage nach der  Bereitschaft der Kunden, für Beratung und Betreuung ein Honorar zu bezahlen, spielt demnach die Akzeptanz eine große Rolle. Laut der Umfrage sind die Makler der Ansicht, dass Kunden für eine ganzheitliche Beratung und kontinuierliche Betreuung durchschnittlich lediglich 380 Euro bezahlen würden. Demgegenüber beziffern die Makler demnach den eigenen Aufwand im Durchschnitt auf 1.200 Euro pro Beratung.

Kunden kennen die Kosten einer Beratung nicht

“Dieses Ergebnis ist wenig überraschend. Bisher wissen doch die wenigsten Kunden, was eine gute Beratung kostet. Stundensätze, die in der öffentlichen Diskussion von Seiten des Verbraucherschutzes aufgerufen werden, verzerren das Bild und wecken falsche Erwartungen. Sobald es mehr Angebote zur Honorarberatung gibt, werden Beratungsumfang und sein Wert in Euro und Cent transparenter”, kommentiert Jürgen Riemer, Vorstand der Maklermanagement.ag.

Für die Online-Maklerbefragung “Vermittler-Puls 2014” im Auftrag der Maklermanagement.ag und der Basler Versicherungen hat das Marktforschungsinstitut YouGov Anfang September 2014 Makler befragt, die im Privatkundenmarkt mit dem Schwerpunkt Lebensversicherung tätig sind. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. “Makler haben Vorbehalte und sehen Probleme mit der Akzeptanz von Honoraren” – “Kunden sehen die Vorteile nicht…”

    Logisch: Diese Makler haben sich noch keine Gedanken um Ihre Dienstleistung und die Preisfindung für eine Beratung mit Abschluß einer Nettopolice gemacht.
    Es ist definitiv leichter, intransparent 48 Promille oder mehr zu verbuchen ohne dem Kunden eine Begründung mit guter Beratung und unabhängiger Produktempfehlung geben zu müssen. Und solange den Kunden die Honorarberatung nicht transparent erklärt wird, wird man auch keine Akzeptanz erreichen… Schade, schade, schade – Bei uns funktioniert Honorarberatung und Nettopolice parallell zur Provision – Und Akzeptanz ensteht durch Transparenz! MfG Kai Bossling

    Kommentar von Kai Bossling — 5. November 2014 @ 10:29

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Versicherungsschutz: Absicherung für Beamte

Beamte sind berufsspezifischen Risiken ausgesetzt, die sich erheblich von denen unterscheiden, die Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft oder Selbstständige zu tragen haben. Gegen diese Risiken sollten sich die Staatsbediensteten absichern. Cash.Online stellt die sechs wichtigsten Versicherungen für Beamte vor.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierungsberatung: Gut vorbereitet ins Gespräch

Wer ein Eigenheim erwerben möchte, sollte äußerst planvoll vorgehen und bereits vor dem Gang zum Baufinanzierungsberater seine finanzielle Lage und Wünsche gut kennen. Doch auch im Beratungsgespräch gilt es einiges zu beachten.

mehr ...

Investmentfonds

Dies sind Branchen mit Kurspotenzial

In den vergangenen acht Jahren war die Erzielung von Renditen auf Beta-Basis recht einfach. Dies liegt an der Hausse in diesem Zeitraum. Die Generierung von Alpha ist aber deutlich komplexer geworden. Gastkommentar von Suneil Mahindru, Goldman Sachs Asset Management

mehr ...

Berater

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Konsultation: „AIF-Geschäftsführung ist nicht qualifiziert“

Die BaFin hat die Frist für Stellungnahmen zu ihrem jüngsten Schreiben um zwei Wochen verlängert. Der Korrekturbedarf ist offenbar groß. Doch frühere Aussagen der Behörde lassen ahnen, wo ihre Grenzen liegen. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Elternunterhalt: Wann haften Kinder nicht?

Sind die Eltern pflegebedürftig und haben keine eigenen Ersparnisse mehr, dann müssen die Kinder für die Pflegekosten aufkommen – allerdings gibt es Ausnahmen wegen “unbilliger Härte”, wie das Oberlandesgericht Oldenburg kürzlich entschied.

mehr ...