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24. November 2014, 17:01
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ITA: Kostenvorteile durch Honorar-Tarife

Das Institut für Transparenz (ITA) hat die am Markt angebotenen Honorar-Rententarife untersucht und Details zu 64 Tarifen zusammengestellt.

ITA Mark Ortmann in ITA: Kostenvorteile durch Honorar-Tarife

Dr. Mark Ortmann: “Die Effektivkosten betragen beim günstigsten Anbieter nur 0,24 Prozent.”

Nach Meinung des ITA lassen sich erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber normalen Tarifen erzielen. Das ITA hat Anbieter von Altersvorsorgeprodukten befragt, ob sie sogenannte Honorar-Tarife anbieten. Diese Untersuchung habe nicht nur gezeigt, dass es bereits eine Reihe von Honorar-Tarifen gibt. Das ITA hat 29 unterschiedliche Produktmerkmale aus verschiedenen Kategorien wie Garantien, Flexibilität, Risikoschutz und Kapitalanlage untersucht.

Hohe Flexibilität

Im Ergebnis böten Honorar-Tarife eine Vielzahl von Möglichkeiten und eine hohe Flexibilität. Berater könnten schon heute Tarife finden, die die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden umfassend berücksichtigen.  Außerdem habe sich gezeigt, dass es äußerst günstige Honorar-Tarife gibt. Im Durchschnitt über alle untersuchten Produkte lägen die gesamten von den Beiträgen abgezogenen Kosten bei rund 2.355 Euro. Ein Sparer müsse im Durchschnitt 6,5 Prozent seiner gesamten Beiträge für eine Honorar-Rentenversicherung ausgeben.

“Bei der günstigsten klassischen Rentenversicherung zahlt der Kunde über die ganze Laufzeit nur 1.470 Euro Kosten. Das entspricht rund vier Prozent seiner Beiträge”, analysiert Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA. Bei anderen Produkten wie fondsgebundenen Rentenversicherungen oder Hybridprodukten kommen noch Fondskosten hinzu.

Geringe Effektivkosten

“Die Effektivkosten, also die durchschnittliche Minderung der Rendite durch sämtliche Kosten, betragen beim günstigsten Anbieter nur 0,24 Prozent”, hebt Ortmann hervor. Das sei sehr wenig und deutlich weniger, als vermögende Privatkunden für eine Vermögensverwaltung bezahlen, selbst wenn man die Beratungskosten zusätzlich berücksichtigte. Im Durchschnitt über alle untersuchten Produkte lagen die Effektivkosten bei knapp unter einem Prozent, so das ITA.

Beratungskosten aus Ersparnis der Produktkosten finanzieren

Nicht zu vergessen sei, dass die Kosten für die Beratung zu den Produktkosten hinzukommen. Die Beratungskosten ließen sich aber aus der Ersparnis finanzieren, wenn man einen günstigen Honorar-Tarif wählt. So beträgt die Kostenersparnis laut ITA bei einer untersuchten klassischen Rentenversicherung über 30 Jahre bei einem monatlichen Beitrag von 100 Euro fast 3.400 Euro gegenüber dem Normal-Tarif mit Provisionen.

Der Kunde könne also mit dem Honorar-Tarif gegenüber dem normalen Tarif fast zehn Prozent seiner Beiträge an Kosten sparen. Aus dieser Ersparnis könnte der Kunde einen Berater bezahlen. Die Untersuchung zeigt, dass bei den aktuellen Produktkosten noch erheblich Luft nach unten ist.

Foto: ITA

 

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5 Kommentare

  1. Rechnen Sie mal “die” Honorare die über die Laufzeit anfallen und verzinsen Sie diese mit 3%. Und das soll günstiger sein???
    Ich habe nichts gegen Honorare, aber dann ehrlich sein.

    Kommentar von Joachim Berndt — 29. November 2014 @ 20:56

  2. Das Ammenmärchen der provisions- und abschlußkostenfreien Nettotarifen! Zum einen sind die sogenannten “Nettotarife” nicht netto kalkuliert, sondern die versicherungsinternen Abschluß- und Verwaltungskosten sind sehr wohl integriert. Zum anderen gibt es Honorarmodelle am Markt, die den Kunden mit 7,8% Abschlußkosten zuzüglich 7,8 % Verwaltungskosten auf den Zahlbeitrag belasten. Wo bitte ist hier der Vorteil für den Kunden? Und – es tauchten schon “Nettotarife” auf, wo dem “Verband” Kickbacks bezahlt wurden. Woraus wohl die denn kommen? Wann endlich greifen für Vermittler auch die Regeln der Gewerbefreiheit? Ein Handwerker verlangt auch einen Stundenlohn und kassiert obendrein noch seine Marge aus den verbauten Produkten. Wieso soll das nicht für den unabhängigen Vermittler gelten. Gerade jetzt, in der unsäglichen Kfz-Umdeckungszeit, verbringen wir Stunden mir Deckungs- und Leistungsvergleichen. Stundensatz umgerechnet bezogen auf die Courtage: 1,28€. Die Politik geht hier einen falschen Weg – die Zahl der Vermittler schrumpft ständig. So lange sich die Vermittlerschaft selbst nicht einig ist und in Berlin als auch in Brüssel geschlossen auftritt, so lange wird man auch auf dem Vermittler herumtreten – bis er platt ist.

    Kommentar von Franz K. Kern — 25. November 2014 @ 17:36

  3. Was soll diese Milchmädchen-Rechnung?
    Wenn ich richtig verstanden habe, spart die Kundschaft in 30 Jahren 3400 EUR.
    Das bedeutet, dass bei einer Rendite von 3-4 % (müsste bei der langen Laufzeit möglich sein!) für eine Rentenversicherung mit einer Wertungssumme von 36000 EUR ein Honorar von ca. 1000 EUR gezahlt würde.
    Dafür muss der Berater u.a. ca. 2x an- und abfahren, erfassen, recherchieren, schriftlich darlegen, beraten und erläutern, niederschreiben und dokumentieren, nachbearbeiten, einreichen und (was üblich ist) während der Laufzeit (und wenn er’s erlebt) bei der Auszahlung zur Verfügung stehen und persönlich haften und noch Steuern und Abgaben bezahlen. WER MACHT DAS? Meines Wissens liegen die Honorare deutlich höher.
    Zusätzlich hat die Kundschaft beim Provisionsmodell den Vorteil, dass bei einem vorzeitigen Vertragsstorno über den Rückkaufswert (zumindest Anteile) der Provision an sie zurückfließen. Jedenfalls wird der Vermittler innerhalb der ersten 60 Monaten zur Kasse gebeten, wenn der Vertrag storniert wird – auch ohne, dass er einen Fehler gemacht hat! Wie sieht es hier mit dem Honorar aus. Da muss sie zumindest erst drum streiten und nachweisen, dass der Berater Fehler gemacht hat.

    Wenn es also einen Vorteil bei den Honorartarifen gibt, ist er eher marginal und mir einem riesigen Aufwand für die Versicherungswirtschaft verbunden oder er geht aus einem Nachteil für den Vermittler hervor – in beiden Fällen bleibt mir der Sinn verborgen!

    Kommentar von Alfred Koch — 25. November 2014 @ 13:03

  4. Ich kann mich der Meinung von Herrn Schünemann nur anschließen. Die mir bislang vorgelegten Honorarmodelle waren durchweg ungünstiger für den Kunden als ein vergleichbares Bruttoprodukt. Sie wurden optisch nur dargestellt, als wären sie kostengünstiger. Beispiel: Ich vergleiche eine Nettopolice incl. ETF mit einer Bruttopolice, die einen teuren Fonds beinhaltet. Schon ist der Nettotarif günstiger. Vergleiche ich aber beide Policen mit dem gleichen Fonds, schneidet zumeist der Bruttovertrag günstiger ab.
    Besten Gruß,
    Michael Mey

    Kommentar von Michael Mey — 25. November 2014 @ 12:57

  5. Lieber Herr Dr. Ortmann,

    um es mal nicht so pauschal zu machen, wäre es doch hilfreich den Honoraransatz zu kennen.
    Was nimmt denn der Berater an Honorar für die Beratung beim Abschluß und welche lfd. Honorare, beispielsweise für Überprüfungen der Lebenssituation, möglichen Berufswechseln oder finanziellen Engpässen!

    Ich hatte gehofft, dass wenigstens von Ihnen ein seriöser, nachvollziehbarer Ansatz kommt und nicht der Einheitsquatsch!

    Freundliche Grüße
    Ihr Götz Schünemann

    Kommentar von Götz Schünemann — 25. November 2014 @ 12:25

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